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Jair Bolsonaro
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Jair Bolsonaro

Der Rechtsextreme Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen. Er liegt mit 55 Prozent der Stimmen deutlich vor seinem linken Stichwahlgegner Fernando Haddad, der demnach auf 45 Prozent kam.

Bolsonaro hatte sich im Wahlkampf als Kämpfer gegen die korrupten Eliten und die Kriminalität im Land positioniert. Bei vielen Brasilianern traf er mit Botschaften nach einem massiven Korruptionsskandal rund um den staatlichen Ölriesen Petrobras, einer anhaltenden Rezession und hohen Mordraten einen Nerv.

Bolsonaro hatte immer wieder Frauen, Schwarze sowie Homosexuelle beleidigt. Er hegt Sympathie für die Militärdiktatur (1964-1985).

Haddads Arbeiterpartei, die tief verstrickt in die Schmiergeldaffäre war, regierte das Land von 2003 bis 2016. Der beschädigte Ruf der Partei ließ auch Haddads Wahlkampagne nicht recht vom Fleck kommen. Auch Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, Haddads politischer Ziehvater, sitzt wegen Korruption im Gefängnis.

In der ersten Runde der Wahl war Bolsonaro auf 46 Prozent gekommen und Haddad auf 29 Prozent.

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B5 Nachrichten vom 28.10.2018 - 23:30 Uhr