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Brand mit fünf Toten in Rheinland-Pfalz: Ermittlung eingestellt | BR24

© Thomas Frey

Rheinland-Pfalz, Lambrecht: Das ausgebrannte Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses.

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    Brand mit fünf Toten in Rheinland-Pfalz: Ermittlung eingestellt

    Nach einem Brand mit fünf Toten im Februar in Lambrecht (Rheinland-Pfalz) hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal ihre Ermittlungen eingestellt. Gegen den Vermieter besteht kein Tatverdacht.

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    Im Februar war in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses im rheinland-pfälzischen Lambrecht ein Brand ausgebrochen, in dem fünf Menschen den Tot fanden. Die Ermittlungen wurden durch die zuständige Staatsanwaltschaft Frankenthal nun eingestellt.

    Es bestehe trotz nicht installierter Rauchwarnmelder kein Tatverdacht gegen den Vermieter der in Brand geratenen Wohnung im Dachgeschoss, teilte die Behörde am Dienstag mit.

    Die fünf Verstorbenen waren erheblich alkoholisiert, die Obduktion ergab Promillewerte zwischen 3,1 und vier.

    Nicht installierte Rauchwarnmelder nicht ursächlich für den Tod

    Das Feuer war nach den Ermittlungen in einem Müllsack ausgebrochen, in dem nicht vollständig erloschene Asche oder Zigarettenreste entsorgt worden waren. Der Vermieter hatte angegeben, in der Wohnung mehrere Rauchwarnmelder angebracht und den Mietern weitere Geräte zur Verfügung gestellt zu haben.

    Wie die Staatsanwaltschaft ermittelte, waren am Brandtag jedoch keine Rauchwarnmelder installiert. Es seien allerdings fünf teilweise noch verpackte Warnmelder beschlagnahmt worden, teilweise mit bereits eingelegter Batterie.

    Es sei aber nicht davon auszugehen, dass die nicht erfolgte Installation der Warnmelder ursächlich für den Tod gewesen sei. Aus rechtsmedizinischer Sicht sei es nämlich möglich, dass die Brandopfer wegen ihrer starken Alkoholisierung gar nicht auf das warnende Piepen hätten reagieren können.