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Brände an US-Westküste: Trump spielt Klimawandel herunter | BR24

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Bei einem Krisentreffen zu den verheerenden Waldbränden an der Westküste der USA hat US-Präsident Trump erneut seine Zweifel am Klimawandel geäußert. Kaliforniens Gouverneur Newsom reagierte verzweifelt.

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Brände an US-Westküste: Trump spielt Klimawandel herunter

Die Waldbrände an der US-Westküste sind ins Zentrum des Wahlkampfes gerückt. Bei einem Besuch in Kalifornien äußerte Präsident Trump erneut Zweifel am Klimawandel. Herausforderer Biden übte scharfe Kritik an der Politik des Republikaners.

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US-Präsident Donald Trump und sein Rivale Joe Biden rücken die verheerenden Waldbrände an der amerikanischen Westküste ins Zentrum ihres Wahlkampfs. Bei seinem Besuch in Kalifornien forderte Trump nach seiner vorangegangen Kritik an den Lokalbehörden eine "gute und starke" Forstverwaltung. Darauf habe er bereits seit drei Jahren hingewiesen, sagte der Republikaner nach seiner Ankunft in McLellan Park - und verwies darauf, dass sich die Brände jetzt auf die nördlich gelegenen Bundesstaaten Oregon und Washington erstreckten.

"Es wird anfangen, kühler zu werden"

Auf die Frage von Journalisten, ob der Klimawandel eine Rolle bei den Bränden spiele, sagte Trump, seiner Meinung nach sei das mehr eine Frage "des Managements". Andere Länder hätten schließlich nicht solche Probleme wie die Westküste. Änderungen bei der Forstverwaltung seien etwas, was man schnell angehen könne. Beim Klimawandel aber müssten sich eine ganze Reihe von Ländern ändern und man müsse sich fragen, ob Indien, China oder Russland das tun würden.

Der kalifornische Minister Wade Crowfoot mahnte Trump gegenüber an, dass der Klimawandel und seine Bedeutung für die Wälder anerkannt und dass mit der Wissenschaft zusammengearbeitet werden müsse. "Es wird anfangen, kühler zu werden, schauen Sie einfach zu", sagte Trump. Crowfoot, in dessen Bereich der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen fällt, entgegnete: "Ich wünschte, die Wissenschaft würde Ihnen zustimmen." Trump sagte: "Nun, ich denke nicht, dass die Wissenschaft es wirklich weiß."

Biden nennt Trump "Klima-Brandstifter"

Biden meldete sich von seinem Heimatstaat Delaware an der Ostküste zu Wort. "Wenn ein Klima-Brandstifter vier weitere Jahre im Weißen Haus bekommt, wird sich niemand wundern, wenn noch mehr von Amerika in Flammen steht", sagte Biden. Der Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten warf Trump vor, keine Verantwortung für die Waldbrände zu übernehmen. "Wir brauchen einen Präsidenten, der die Wissenschaft respektiert, der versteht, dass die Zerstörung durch den Klimawandel schon da ist", forderte der frühere Vizepräsident.

Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom richtete klare Worte an den Präsidenten. Es sei deutlich zu spüren, dass Hitze und Trockenheit zunähmen. Der Klimawandel sei real, sagte Newsom. Er erinnerte Trump außerdem daran, dass der Großteil der Waldfläche in Kalifornien unter Bundesverwaltung stehe und der Bundesstaat nur drei Prozent davon besitze.

Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Klimakrise Wetterextreme wie Trockenheit und Hitze verschärft, die zu heftigeren Waldbränden beitragen können. Trump hat sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch geäußert, ob es den Klimawandel überhaupt gibt - und falls ja, ob er vom Menschen verursacht ist. Seine Regierung weichte viele Vorschriften im Bereich des Umweltschutzes auf und setzt sich unter anderem auch mit Nachdruck für die Förderung von Kohle und Öl ein. Über Windräder hingegen macht Trump sich immer wieder lustig.

Mindestens 35 Tote bei Bränden an der Westküste

Durch die verheerenden Brände, die seit Tagen in westlichen Bundesstaaten wie Kalifornien, Oregon und Washington wüten, sind schon mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen, davon allein 27 in der vergangenen Woche. Zahlreiche weitere Menschen werden vermisst. Mehr als 30.000 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die bereits rund zwei Millionen Hektar Land verwüstet und Tausende Häuser zerstört haben.

Trump war in die Katastrophenregion gereist, um sich persönlich über die riesigen Brände unterrichten zu lassen. Schon vor seinem Besuch war ein heftiger politischer Streit über die Ursache der Feuer ausgebrochen.

Der Westen der USA erlebt derzeit eine äußerst heftige Feuersaison. Neben Kalifornien sind auch Oregon und Washington von schweren Wald- und Buschbränden betroffen. Tausende Häuser und ein halbes Dutzend Orte sind durch die Feuerkatastrophe seit August bereits zerstört worden. Mehr als 20 Menschen starben und über 1,6 Millionen Hektar Land wurden niedergebrannt.

© HR/Katharina Wilhelm

Die Waldbrände an der US-Westküste sind ins Zentrum des Wahlkampfes gerückt. Bei einem Besuch in Kalifornien äußerte Präsident Trump erneut Zweifel am Klimawandel. Herausforderer Biden übte scharfe Kritik an der Politik des Republikaners.

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