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BR24Live: Alkohol im Lockdown - wann wird‘s gefährlich?

Während des Lockdowns kam es zu deutlichen Veränderungen beim Alkoholkonsum. Trinken wir wegen Corona mehr oder sogar weniger? Wie erkennt man ein Alkoholproblem? Wo gibt‘s Hilfe? Mehr dazu jetzt hier bei uns im Livestream.

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Von
  • Luisa Scheller

Die Pandemie hat das Alkohol-Konsumverhalten der Menschen verändert. Einige Menschen trinken deutlich weniger, andere deutlich mehr als zuvor. Das kann das Klinikum Nürnberg belegen. In einer Studie des Autors Prof. Dr. Hillemacher mit dem Titel „Hat die Bevölkerung in Deutschland während des Lockdowns mehr Alkohol getrunken?“ kam heraus, dass knapp 35 Prozent der Deutschen mehr oder viel mehr Alkohol trinken als zu Beginn des Lockdowns. Rund 20 Prozent trinken weniger als vorher.

BR24Live: Alkoholkonsum während Corona - im Livestream ab 15.30 Uhr

Ab wann wird Trinken gefährlich? Wie erkennt man ein Alkoholproblem und wo gibt es Hilfe für Betroffene? In einem BR24Live spricht Prof. Dr. Hillemacher vom Klinikum Nürnberg. Er hat die Studie zum Thema Alkohol während der Pandemie durchgeführt und erläutert die Ergebnisse. Des Weiteren ist die Journalistin Nathalie Stüben zu Gast, die aus ihrer Perspektive von Alkohol-Verlockungen und dem Zeitpunkt einer Abhängigkeit berichtet. Außerdem: ein Blick über die Landesgrenzen. Während deutsche Brauer ihr Bier wegschütten müssen, wird beispielsweise in England nach dem Ende des Lockdowns in der Gastronomie das Bier knapp.

Mehr Vorrat oder mehr Konsum?

Laut dem Marktforschungsinstitut GfK nahmen die Gesamteinnahmen bei alkoholischen Getränken 2020 um 6,1 Prozent im Vergleich zum Mittelwert der entsprechenden Wochen im Vorjahr zu. Es blieb jedoch unklar, ob dies auf die Bevorratung zurückzuführen war oder eine reale Veränderung im Konsumverhalten der Bevölkerung abbildet.

Beim Kaufverhalten zeigt sich ein zwiespältiges Bild: Große Betriebe können von der Krise profitieren. Regionale Anbieter wie kleinere Brauereien und Weingüter leiden. Nicht zuletzt wegen des Ausfalls vieler Volksfeste.

Deutsche kauften 2020 privat mehr Wein

Wie eine Studie des Deutschen Weininstituts zeigt, haben die Deutschen im letzten Jahr mehr und höherwertigen Wein im Lebensmitteleinzelhandel gekauft. Das ist nach Angaben von DWI-Geschäftsführerin Monika Reule in erster Linie auf die geschlossene Gastronomie zurückzuführen.

Auffällig ist nach Angaben von Reule auch, dass vor allem im Juli mehr Wein gekauft wurde, im August und September sind die Weineinkäufe deutlich weniger geworden. Das begründet Reule unter anderem damit, dass die Haushalte bis dahin einen gewissen Weinvorrat angelegt hatten.

Aber es zeigt sich auch: Nach einer Befragung des Marktforschungsinstituts Nielsen haben 74 Prozent der Haushalte, die Wein kaufen, angegeben, dass sie während Corona ihren Konsum nicht verändert haben, 21 Prozent hätten ihn sogar reduziert.

Bierabsatz deutlich gesunken

Beim Bier setzt sich während der Pandemiezeit der Abwärtstrend weiterhin fort. Der Bierabsatz sinkt nach Angaben des Statistischen Bundesamts seit Jahren kontinuierlich. Im vergangenen Jahr ging er allerdings noch deutlicher zurück.

Geschlossene Bars und Restaurants, abgesagte Feste und Großveranstaltungen sorgten vor allem im April und im Mai 2020 für einen starken Rückgang beim Bierabsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Sommer stieg der Bierabsatz leicht an, aufgrund der gelockerten Beschränkungen. Die wieder verschärften Corona-Auflagen ab Herbst ließen den Bierabsatz im November jedoch erneut drastisch sinken. Insgesamt betrug der Rückgang des Bierkonsums im Vergleich zum Vorjahr 5,5 Prozent.

Von Alkoholsucht Betroffene können zum Beispiel hier Hilfe finden.

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