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BR24Live: Urlaub in der Corona-Krise - wann wohin reisen? | BR24

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BR24Live: Urlaub in der Corona-Krise - wann wohin reisen?

Immer mehr Länder lockern die Corona-Maßnahmen und öffnen die Grenzen für Touristen. Außenminister Heiko Maas hat angekündigt, die Reisewarnung für Europa aufzuheben. Wann wohin reisen? Fragen rund um den Sommerurlaub ab 10:45 Uhr im BR24Live.

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Nach und nach werden die Corona-Beschränkungen in Europa gelockert und auch die Reisefreiheit soll schrittweise zurückkehren. EU-Bürger dürfen ab heute (3. Juni 2020) beispielsweise wieder nach Italien einreisen, um dort Urlaub zu machen. Italiens Grenzen wurden wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus Anfang März dicht gemacht. Nun hofft man auf einen Neustart des Tourismus.

  • Mehr Informationen zu Urlaub in Corona-Zeiten finden Sie hier.

Wer derzeit Urlaub hat, kann also die Koffer packen und sich auf den Weg in den Badeurlaub machen? Was ist mit Maskenpflicht und Reisestornierungen? Welche Corona-Regeln in welchen Ländern gelten, klären wir ab 10:45 Uhr in einem "BR24Live" mit Julia Zeller, Juristin für Verbraucher- und Reiserecht bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Reisehinweise statt Reisewarnung in Europa

Die Bundesregierung hatte bereits angekündigt, die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufzuheben, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Der entsprechende Beschluss soll nach den Plänen von Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch gefasst werden.

Die Reisewarnung soll dann durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden. In diesen Hinweisen soll vermerkt sein, wie sich die Corona-Infektionen in den einzelnen Ländern entwickeln, welche Einrichtungen geöffnet sind und welche Maßnahmen wo gelten. Dies gebe laut Maas den Bürgern eine Hilfestellung bei der Entscheidung, wo sie Urlaub planen könnten und in welchen Regionen sie dies eher nicht tun sollten.

  • Alles Wissenswerte rund um das Coronavirus hier zum Nachlesen.

Forderung nach einheitlichen Hygienestandards

Unterdessen fordern Verbraucherschützer einheitliche Hygieneregeln für ganz Europa. Menschen, die zu Risikogruppen gehörten, "müssen weiterhin von der Reisewarnung umfasst sein, solange es keinen breitenwirksamen und zuverlässigen Impfstoff gibt", sagt etwa der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller.

Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union würden die geplanten Reisehinweise Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums betreffen, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Aussagen über Reisen außerhalb Europas würden erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.

Tourismusbranche begrüßt Reisepläne der Regierung

Die Tourismusbranche, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen wurde, begrüßte die Pläne der Regierung und des Außenministers. "Dies gibt nicht nur den Unternehmen der Reisewirtschaft eine Perspektive, sondern auch den vielen Deutschen, die sich auf ihren Urlaub zum Beispiel am Mittelmeer freuen", sagt der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig.

Auch wenn Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mehrfach dazu aufgerufen hatte, "Urlaub daheim" zu machen, warnt Fiebig davor, Urlaub in Deutschland gegen Auslandsreisen auszuspielen. Hierzulande hätte man überhaupt nicht die Kapazitäten. Bereits am Pfingstwochenende sind beliebte deutsche Urlaubsregionen mit dem Besucher-Ansturm überfordert gewesen.

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