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BR24Live: Was tun, um Wohnen bezahlbar zu machen?

Um die Probleme auf dem Immobilienmarkt geht es heute bei einem Wohngipfel der Bundesregierung. Was tun, um Wohnen bezahlbar zu machen? Dazu jetzt die Diskussion in einem BR24Live mit Ulrich Lange (CSU) und Nicole Gohlke (Linke).

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Von
  • BR24 Redaktion

"Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit", sagt Bundesbauminister Horst Seehofer. Vor knapp zweieinhalb Jahren hat er versprochen, dass bis zum Ende der Wahlperiode 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen.

Heute zieht die Bundesregierung Bilanz bei einem digitalen Wohngipfel. Dabei geht es um die explodierenden Mieten in den Ballungsräumen genauso wie um leerstehende Häuser in den Dorfkernen.

Opposition: Bundesregierung verfehlt ihre Ziele

Die Opposition im Bundestag, Gewerkschaften und Verbände haben schon davor kritisiert, die Bundesregierung habe ihre eigenen Ziele verfehlt. Sie kritisieren unter anderem, dass der Bau von Sozialwohnungen nicht voran geht.

Was tun, um Wohnen bezahlbar zu machen? Das diskutieren wir um 15 Uhr in einem BR24live mit Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU) aus Schwaben und der Münchner Linken-Abgeordneten Nicole Gohlke.

Bauminister Seehofers Bilanz

Bauminister Seehofer sieht die Bundesregierung bei der "Wohnraumoffensive" auf dem richtigen Weg. In dasselbe Horn stieß Angela Merkel, als sie erklärte: "Die Bilanz kann sich aus meiner Sicht wirklich sehen lassen."

Seehofer versicherte, bis zum Ende der Wahlperiode werde das selbstgesteckte Ziel von 1,5 Millionen neue Wohnungen erreicht. Die noch fehlenden Baumaßnahmen sollen nach seinen Worten noch im Laufe dieses Jahres auf den Weg gebracht werden. Seehofer betonte, allein im vergangenen Jahr seien trotz der Corona-Pandemie 300.000 Wohnungen entstanden. Das sei der höchste Stand seit 20 Jahren. "Schöne Ergebnisse" hätten auch die fünf Milliarden Euro gebracht, die der Bund in dieser Legislaturperiode für den sozialen Wohnungsbau ausgebe. Hier würden 115.000 Wohnungen erreicht und damit so viele wie noch nie. 310.000 Haushalte hätten Baukindergeld beantragt.

Immobilienwirtschaft fordert "Bazooka"

Andreas Ibel, der Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen kritisierte hingegen, Bauland und bezahlbare Wohnungen blieben weiterhin knapp. Es seien zwar richtige Weichen gestellt worden, aber: "Es braucht einen Ruck, eine 'Bazooka'."

Mietenanstieg laut Verband beendet

Auch seien Genehmigungsverfahren noch immer zu komplex und dauerten zu lang. Der jahrelange Anstieg der Mieten ist nach Darstellung des Immobilienverbands Deutschland beendet. Der ansteigende Neubau habe Wirkung gezeigt, hieß es. Nachholbedarf gebe es beispielsweise noch in Uni-Städten. Vorbehalte gebe es in der Immobilienbranche gegen Überlegungen in der Bundesregierung, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu erschweren. Eigentumswohnungen blieben für viele Menschen ein wichtiger Baustein ihrer Altersvorsorge, hieß es.

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