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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und sein israelischer Amtskollege Gabriel Aschkenasi (r.).

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BR24Live: Maas äußert sich auf Mediengipfel zu Antisemitismus

Was entgegnen wir zunehmendem Antisemitismus? Diese Frage steht am zweiten Tag des Israelisch-Europäischen Mediengipfels im Fokus. Erwartet wird auch eine Rede von Bundesaußenminister Maas. BR24 überträgt den Programmpunkt jetzt live.

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Von
  • Irina Schroll

Wie umgehen mit dem Holocaust? Was tun gegen zunehmenden Antisemitismus? Für Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, ist klar: "Wir alle haben es in der Hand." In ihrem Grußwort zum Auftakt des Israelisch-Europäischen Mediengipfels spricht sie von der Herausforderung, das Gedenken in einer Zeit zu bewahren, in der es immer weniger Zeitzeugen gibt.

Knobloch: "Hass und Extremismus" in sozialen Medien

Bei der dreitägigen Veranstaltung steht genau das im Mittelpunkt: die Auseinandersetzung mit der Geschichte mit gleichzeitigem Blick in die Zukunft. Wie wappnen wir uns gegen Hate-Speech und Fake News? Gerade in den sozialen Medien gebe es immer mehr "Hass und Extremismus", warnt Knobloch. Sie fordert eine gesellschaftliche und mediale Strategie gegen Judenfeindlichkeit.

"Wer hätte vor zehn Jahren geglaubt, dass im Jahr 2020 eine offen rechtsextreme Partei im Bundestag sitzt, dass Menschen bei Anschlägen auf Synagogen mitten in Deutschland ums Leben kommen und dass die sozialen Medien, die doch eigentlich die Debatte öffnen und bereichern wollten, zu einer Petrischale von Hass und Extremismus aller Art werden würden." Charlotte Knobloch, Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern

Die weltweite Zunahme von Antisemitismus ist am zweiten Tag des Mediengipfels das zentrale Thema. Dazu ist auch eine Rede von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) geplant.

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Grußwort von Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Deutschland für verstärkten Austausch mit Israel

Außenminister Maas plädierte bereits im Voraus für einen verstärkten Austausch mit Israel im Kampf gegen Antisemitismus. "Diese Freundschaft lebt von Begegnungen", sagte Maas am Dienstag bei der Verleihung des Shimon-Peres-Preises, eine Auszeichnung für Projekte, die sich für die deutsch-israelischen Beziehungen einsetzen.

Maas: Kampf gegen Antisemitismus muss weitergehen

Bei seinem letzten Besuch in Israel habe er mit seinem israelischem Amtskollegen Gabi Aschkenasi den Aufbau eines gemeinsamen Jugendwerks beschlossen. Maas sei das persönlich wichtig, denn: "Die Pandemie hat rassistischen und antisemitischen Vorurteilen Auftrieb gegeben - auch hier in Deutschland und Europa. Und schon vorher haben Rassismus und Antisemitismus in Deutschland getötet", sagte der SPD-Politiker.

"Ich sage deshalb ganz deutlich: Der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus muss weitergehen - mit all unserer Kraft." Heiko Maas, Bundesaußenminister

Neben Maas wird der israelische Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, eine Rede halten. Eingeladen ist außerdem der österreichische Außenminister, Alexander Schallenberg. Für eine Einschätzung sprechen wir danach im BR24Live mit unserer Kollegin Susanne Glass aus dem ARD-Studio in Tel Aviv.

Wegen der Corona-Pandemie findet der Israelisch-europäische Mediengipfel statt in Tel Aviv online statt. Via Livestreams können Interessierte weltweit kostenlos teilnehmen und alle Panels über die Homepage www.media-tlv.com mitverfolgen.

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