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Merkel: Weitere Beschränkungen in Corona-Hotspots möglich | BR24

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Die Infektionszahlen steigen - gerade in den Großstädten. Bundeskanzlerin Merkel beriet heute mit den Bürgermeistern von elf Großstädten über weitergehende Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.

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Merkel: Weitere Beschränkungen in Corona-Hotspots möglich

In Corona-Hotspots könnten laut Bundeskanzlerin Merkel noch schärfere Maßnahmen nötig werden als bisher vorgesehen. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Großstädte nannte sie strengere Personenbeschränkungen als eine Möglichkeit.

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In einer Videokonferenz haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte darüber beraten, wie eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in den Metropolen gestoppt werden kann. An dem Gespräch nahmen die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teil.

Merkel und die Oberbürgermeister verständigten sich dabei auf die Notwendigkeit, auf steigende Corona-Zahlen mit Sperrstunden, Beschränkungen beim Alkoholverkauf, Personenbegrenzungen für Veranstaltungen und private Feiern sowie einer Maskenpflicht auch an belebten öffentlichen Plätzen zu reagieren, wie Merkel sagte. Diese Maßnahmen hatten bereits die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Sollte die Lage sich trotz solcher Einschränkungen weiter zuspitzen, dann könnten der Kanzlerin zufolge aber noch "weitreichendere" Einschränkungen nötig werden: zum Beispiel strengere Personenbeschränkungen oder leere Ränge bei Fußballspielen.

Merkel: Schulen sollten offen bleiben

Deutschland stehe derzeit an einem Punkt, an dem es gelte, Prioritäten zu setzen, betonte Merkel. Für sie selbst sei am wichtigsten, das wirtschaftliche und öffentliche Leben nicht wieder so stark herunterfahren zu müssen wie im Frühjahr. Auch die Schulen müssten möglichst offen bleiben. Daher komme es auf Achtsamkeit, Zusammenhalt und die einfachen Grundregeln an: Abstand, Hygiene, Masken-Tragen und Lüften.

Gerade in den Ballungsräumen stelle sich jetzt gerade die Frage, ob die Kontrolle über die Corona-Ausbreitung entgleite. Jetzt sind laut Merkel die Tage und Wochen, die entscheiden, wie Deutschland im Winter dastehen werde in puncto Corona. Alle Maßnahmen müssten darauf ausgerichtet sein, die Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten sicherzustellen. In zwei Wochen will die Bundeskanzlerin erneut mit den Oberbürgermeistern beraten.

Hoher Inzidenzwert in mehreren Großstädten

Die Corona-Lage in mehreren Großstädten bereitet der Politik immer mehr Sorgen. In Berlin, Frankfurt am Main und Bremen wurde der Alarmwert von 50 nachgewiesenen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) bereits überschritten. In Köln und Essen liegt der Wert nur knapp darunter.

Auch in München und Stuttgart beträgt die Inzidenz mehr als 40. München hatte den Alarmwert 50 kürzlich bereits mehrere Tage lang überschritten und darauf mit einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen reagiert. Unter anderem gab es eine Maskenpflicht im Freien in der Innenstadt rund um den Marienplatz und Stachus. Nachdem die Inzidenz zwischenzeitlich gesunken war, ist sie nun wieder gestiegen.

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