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Spahn: "Deutschland ist bei Corona-Impfstoff vorne dabei" | BR24

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Bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff unterstützt die Bundesregierung drei Firmen mit insgesamt 750 Millionen Euro. Das Geld sollen die Unternhemen für die weitere Forschung und den Aufbau von Produktionskapazitäten verwenden.

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Spahn: "Deutschland ist bei Corona-Impfstoff vorne dabei"

Die Suche nach einem geeigneten Corona-Impfstoff läuft auf Hochtouren - weltweit wird an rund 160 Stoffen geforscht. Gesundheitsminister Jens Spahn informiert über den Stand der Dinge in Deutschland. Der Ticker zur Pressekonferenz zum Nachlesen.

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13.29 Uhr: Mehr Impfdosen als Einwohner in Auftrag

Für Deutschland sind insgesamt knapp 100 Millionen Impfdosen geordert. Mit der Produktion des Pharma-Herstellers AstraZeneca sind laut Gesundheitsminister Spahn 54 Millionen Impfdosen gesichert, dazu kämen rund 40 Millionen Impfdosen aus der nationalen Produktion. Zusätzlich gebe es noch Verhandlungen mit anderen Herstellern. "Ich gehe davon, dass wir am Ende deutlich mehr Impfdosen haben als Deutschland an Bevölkerung hat."

Als Grund dafür gab Spahn an, dass keiner vorhersagen könne, ob derjenige Impfstoff es tatsächlich auch zur Zulassung schaffen werde. Deswegen würden mehr Verträge abgeschlossen. "Wir gehen erstmal auf Nummer sicher", so Spahn. Verträge würden mit allen aussichstreichen Herstellern geschlossen. "Ich gebe dann auch gerne Impfstoffe an andere Länder ab", so Spahn.

13.13 Uhr: Impfstoffe nicht für alle sofort verfügbar

Gesundheitsminister Spahn rechnet damit, dass die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs bereits mit Zulassung verfügbar sein werden, beziehungsweise einige Tage oder maximal wenige Wochen danach. Mit der Produktion werde begonnen, noch während die Zulassung laufe - mit dem Risiko, dass der Impfstoff doch nicht zugelassen werden könnte, so Spahn. Konzeptionell werde derzeit noch darüber gesprochen, wo geimpft wird, ob beispielsweise in Impfzentren oder in Arztpraxen.

Noch offen ist die Frage, welche Personen sich nach einer Zulassung zuerst impfen lassen könnten. "Es ist klar, dass am Anfang nicht alle geimpft werden können." Die ständige Impfkommission (Stiko) beschäftige sich derzeit mit der Priosierung, wer zuerst geimpft werden soll.

13.04 Uhr: Spahn: "Geht nicht darum, Erster zu sein"

Gesundheitsminister Spahn (CDU) betont, dass es bei der Suche nach dem Corona-Impfstoff nicht darum gehe, der Schnellste zu sein. "Es geht stark um Vertrauen", so Spahn. "Nicht, indem man schnell ist, sondern der Impfstoff sicher, wirksam und erprobt ist." Darum sei Spahn auch besorgt wegen des Impfstoffes aus Russland. Dies sei auch das gemeinsame Verständnis in der EU. Deswegen ist mit einem Impfstoff auch erst nach Abschluss der Phase-3-Studien zu rechnen, die das Paul-Ehrlich-Institut begleitet. Laut Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), fänden diese mit tausenden Probanden In Brasilien, USA, Inden und Südafrika statt.

12.57 Uhr: Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts: "Deutschland hat weltweit die Nase vorn"

Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), zeigt sich optimistisch: Ergebnisse für eine Zulassung eines Impfstoffs könnten Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres da sein. Jedoch könne es immer auch unvorhergesehene Ereignisse bei der Entwicklung eines Impfstoffes, die auch zum Abbruch führen können.

Die Zulassung eines Impfstoff hänge stark von dem Verlauf der sogenannten Phase 3 ab. Die Firma Biontech habe sich auf ein, zwei Impfstoffprodukte fokussiert - eine von acht weltweit laufenden Unternehmen, die derzeit in der Phase-3-Prüfung stünden. "Deutschland hat weltweit die Nase vorn", so Cichutek

12.49 Uhr: Spahn setzt auf Freiwilligkeit bei Impfung

Spahn setzt bei der Impfung auf Freiwiligkeit. "55 bis 65 Prozent der Bürger werden für eine Herdenimmunität benötigt", so Spahn. Wo Freiwilligkeit zum Ziel führt, braucht es keine Verpflichtung.

12.47 Uhr: Spahn: "Deutschland ist ganz vorne mit dabei"

Im Rennen um den Corona-Impfstoff sei Deutschland ganz vorne mit dabei, erklärt Gesundheitsminister Spahn.

Wichtig seien die Studien der Phase 3 mit tausenden, wenn nicht zigtausenden freiwiligen Probanden weltweit zu haben. Vorfälle wie bei AstraZeneca seien nicht unüblich, so Spahn.

"Wir setzen nicht nur auf einen Impfstoff, auf eine Technologie und ein Forscherteam. Wir wollen ein breites Portfolio". EU verhandele gerade mit sieben, acht Impfstoff-Herstellern.

12.39 Uhr: Intensive Gespräche mit drei Unternehmen

"Wir sind nach wie vor noch nicht am Ziel", so Forschungsministerin Anja Karliczek. Man könne erst Mitte nächsten Jahres mit einem Impfstoff rechnen.

Drei Unternehmen werden von der Bundesrepublik zur Entwicklung eines Corona-Impfstoff mit insgesamt 750 Millionen Euro gefördert. Dazu zählen die Firma Biontech, die 375 Millionen Euro Fördergeld erhält für die Entwicklung und Herstellung einer neuer Technologie zusammen mit dem US-Hersteller Pfizer. Die Firma Curevac wird mit 230 Millionen Euro gefördert. Außerdem soll IDT Biologika aus Dessau Gelder erhalten, derzeit würden die Födergespräche noch laufen.

11.47 Uhr: Gesundheitsminister Spahn zum Stand der Suche nach Corona-Impfstoff

Es ist ein weltweites Wettrennen um den Corona-Impfstoff: Doch wann wird hierzulande das erste wirksame Mittel gegen Covid-19 zugelassen? Wie weit Deutschland bei der Forschung nach einem geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus ist, darüber informieren Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sowie Klaus Cichutek, Präsident Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Pressekonferenz.

Hoffnung auf Impfstoff von AstraZeneca vorerst gebremst

Zuletzt hatte es optimistische Stimmen gegeben, wonach ein Präparat des Unternehmens AstraZeneca womöglich noch in diesem Jahr zulassungsfähig wird. Doch am 8. September musste der britisch-schwedische Pharmakonzern seine Impfstoffstudie unterbrechen, nachdem ein Studienteilnehmer in Großbritannien erkrankt war. Inzwischen wurde die Studie wieder aufgenommen.

Die EU hat sich bereits in einem Rahmenvertrag mit dem Pharmaunternehmen AstraZeneca den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus gesichert.

Forscher halten russischen Impfstoff für zu riskant

Als erstes Land weltweit hatte Russland im August einen Corona-Impfstoff zugelassen. Doch Forscher äußerten Bedenken: Bei dem Impfstoff "Sputnik V" seien wissenschaftliche Richtlinien nicht eingehalten worden, die letzte Testphase wurde kurzerhand übersprungen. Der Impfstoff berge zu viele Risiken.

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