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Bottrop: Ein Polizeiwagen steht hinter Absperrband auf dem Berliner Platz.
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BR24 Redaktion
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Bottrop: Ein Polizeiwagen steht hinter Absperrband auf dem Berliner Platz.

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet unter Berufung auf Ermittlerkreise, das der 50-Jährige ausgesagt hat, er habe etwaigen Anschlägen durch syrische oder afghanische Flüchtlinge zuvorkommen wollen.

Mutmaßlicher Täter war 2005 in psychiatrischer Klinik

Dem Bericht zufolge leidet der festgenommene Deutsche seit Jahrzehnten unter einer schizophrenen Erkrankung. 2005 habe er zeitweilig in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik gelebt, laut eigener Aussage befinde er sich nach wie vor in psychiatrischer Behandlung.

Opfer stammen aus Syrien und Afghanistan

In Essen und Bottrop soll der Mann in der Silvesternacht acht Menschen unter anderem aus Syrien und Afghanistan zum Teil schwer verletzt haben, als er mit seinem Auto mehrfach gezielt in Gruppen von Ausländern hineinfuhr.

Kriminologe: Gefährliche Entwicklung

Der Kriminologe Hans-Dieter Schwind konstatierte im Zusammenhang mit der Tat ein wachsendes Bedrohungsgefühl durch Zuwanderung. "Es brodelt in den Leuten, und dann kommt es plötzlich zum Ausbruch", sagte er der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". "Das ist eine gefährliche Entwicklung. Ich habe einen solchen Fall schon viel früher erwartet", sagte Schwind, der an der Ruhr-Uni Bochum und der Universität Osnabrück lehrte. Solche Amokfahrten oder auch die Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte der vergangenen Monate seien die extreme Spitze einer allgemeinen Entwicklung, "und ich befürchte, dass sich dies fortsetzt", sagte Schwind: "Die Willkommenskultur ist am Ende."

Gewaltforscher: Täter hat sich im Internet anstecken lassen

Der Bielefelder Konflikt- und Gewaltforscher Andreas Zick sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung": "Der Essener Täter war mit Sicherheit zuvor im Internet unterwegs und hat sich anstecken lassen von einer Bewegung, die meint, das Land werde überfremdet und die Politik habe die Kontrolle verloren." Es gebe eine wachsende Stimmung in der Bevölkerung, die von nationaler Identität spreche, von Widerstand und von Kontrolle, die man wieder in die eigene Hand nehmen müsse. "Diese Selbstermächtigung der Bürger besorgt mich sehr", sagte Zick.