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Bolsonaro: DiCaprio schuld an Waldbränden in Brasilien | BR24

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Mit einer gewagten These geht der brasilianische Präsident Bolsonaro gegen den Hollywood-Star DiCaprio vor. Sein Vorwurf: Der Oskar-Preisträger sei für die jüngsten Brände im Amazonasregenwald verantwortlich. Beweise liefert Bolsonaro indes nicht.

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Bolsonaro: DiCaprio schuld an Waldbränden in Brasilien

Mit einer gewagten These geht der brasilianische Präsident Bolsonaro gegen den Hollywood-Star DiCaprio vor. Sein Vorwurf: Der Oskar-Preisträger sei für die jüngsten Brände im Amazonasregenwald verantwortlich. Beweise liefert Bolsonaro indes nicht.

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Im Streit um die jüngsten Brände im Amazonasregenwald hat Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro schwere Vorwürfe gegen den US-Schauspieler und Umweltaktivisten Leonardo DiCaprio erhoben. "Leonardo DiCaprio ist ein netter Kerl, oder?", sagte er am Freitag vor der Präsidentenresidenz in Brasília wörtlich zu Anhängern. "Geld geben, um den Amazonas in Brand zu stecken."

Unbewiesener Vorwurf: Feuer legen für dramatische Fotos

Belege für seine These lieferte der Rechtspopulist allerdings nicht. Im Sommer hatte Bolsonaro bereits Nichtregierungsorganisationen (NGO) vorgeworfen, die Brände gelegt zu haben, um mit Hilfe der dramatischen Bilder mehr Spendengelder einsammeln zu können. "Was haben die NGO-Leute getan? Was ist einfacher? Lege ein Feuer, mache Fotos, filme, starte eine Kampagne gegen Brasilien, kontaktiere Leute wie Leonardo DiCaprio und Leonardo DiCaprio gibt dir 500.000 Dollar", so der brasilianische Regierungschef. "Ein Teil ging an die Leute, die Feuer gelegt haben, stimmt's? Leonardo DiCaprio hat mit den Bränden im Amazonasgebiet etwas zu tun."

Bolsonaros Sohn Eduardo legte via Twitter sogar noch nach. "Leonardo DiCaprio hat 300.000 Dollar an eine NGO gespendet, die im Amazonasgebiet Feuer gelegt hat", schrieb der Abgeordnete. "WWF hat 70.000 Dollar für Fotos des brennenden Waldes gezahlt."

Zuletzt waren in der Region Pará in der Tat vier freiwillige Feuerwehrleute festgenommen worden, da sie angeblich Brände gelegt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft stellte jedoch später klar, dass es keinerlei Grundlage für diese Vorwürfe gebe. Die Männer wurden daraufhin wieder auf freien Fuß gesetzt.

WWF weist Vorwurf zurück

Die angegriffene Umweltschutzorganisation WWF wies die Vorwürfe Bolsonaros vehement zurück. "Korruption war und ist die Hauptursache für die Zerstörung des Amazonasgebiets, für Landraub, Gewalt gegen lokale Gemeinschaften und indigene Völker, illegale Aktivitäten und Holzdiebstahl", heißt es in einer Stellungnahme. Umweltaktivisten weltweit sehen eher Bolsonaro selbst als geistigen Brandstifter der verheerenden Brände im Amazonasgebiet.

Hintergrund von Bolsonaros Anschuldigungen ist: DiCaprio hatte im August über seine Organisation "Earth Alliance" fünf Millionen US-Dollar für den Schutz des Regenwaldes in Brasilien und die Unterstützung der indigenen Gemeinschaften in der Region zugesagt.

Bolsonaro - geistiger Brandstifter der Brände im Amazonas?

Bolsonaros Regierung war selbst wegen ihre Umweltpolitik zuletzt international in die Kritik geraten. Die heftigen Waldbrände in der Trockenzeit hatten auf der ganzen Welt bestürzte Reaktionen hervorgerufen. Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potenzial und will mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschließen. Kritiker werfen ihm vor, Holzfäller und Farmer zur Abholzung und Brandrodung zu ermutigen.