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Bodo Ramelow: "Seehofer muss sich jetzt bewegen" | BR24

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Der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow (Die Linke), fordert Innenminister Seehofer (CSU) auf, einer Aufnahme von Flüchtlingen aus dem zerstörten Lager Moria zuzustimmen. "Seehofer muss sich jetzt bewegen. Das geht einfach nicht anders"

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Bodo Ramelow: "Seehofer muss sich jetzt bewegen"

Der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow (Die Linke), fordert Innenminister Seehofer (CSU) auf, einer Aufnahme von Flüchtlingen aus dem zerstörten Lager Moria zuzustimmen. "Seehofer muss sich jetzt bewegen. Das geht einfach nicht anders".

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Der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow (Die Linke), fordert Innenminister Seehofer (CSU) auf, einer Aufnahme von Flüchtlingen aus dem zerstörten Lager Moria zuzustimmen. Der Innenminister müsse sich jetzt bewegen, anders ginge es nicht, sagte Ramelow im Interview mit der Radiowelt auf Bayern 2. Es gebe bereits klare Signale in diese Richtung aus Bayern oder Nordrhein-Westfalen, sagte Ramelow.

"Das heißt, es ist keine isolierte Aktion der Linken oder von Rot-Rot-Grün in Berlin oder in Thüringen. Sondern es gibt ein länderübergreifendes Signal: Wir müssen jetzt handeln." Bodo Ramelow (Die Linke)

Ramelow fordert Aufnahme von Moria-Flüchtlingen

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hatte zuvor vorgeschlagen, dass Deutschland 2000 Flüchtlinge aus Moria aufnehmen soll. Ramelow begrüßte diesen Vorschlag. Neben der Aufnahme von Flüchtlingen forderte Ramelow auch Hilfsmaßnahmen vor Ort:

"Wir müssen mit mobilen Hilfsmaterialien sofort helfen. Das heißt wir müssen, wenn es geht, auch entsprechend Schiffskapazitäten zur Verfügung stellen, mit denen Menschen auch behandelt werden können." Bodo Ramelow (Die Linke)

Mit Blick auf das Lager auf der griechischen Insel Lesbos betonte der Linken-Politiker:

"Das Lager Moria war ohne den Brand schon eine Katastrophe. Alle in Europa haben weggeschaut. Wir haben uns einen schlanken Fuß gemacht und die Bewohner von Lesbos alleine gelassen." Bodo Ramelow (Die Linke)

Es braucht europäische Lösung

Es gehe jetzt um eine europäische Regelung, dabei müsse auch Deutschland vorangehen, sagte Ramelow. Deutschland dürfe sich nicht wegducken, es gehe auch um solidarisches Handeln.

"Wenn wir offene Grenzen wollen, müssen wir zu den offenen Grenzen ein gerechtes Verteilsystem machen, damit nicht die Länder, die außen an den Grenzen liegen, diejenigen sind, die das Thema Flüchtlinge alleine zu stemmen haben." Bodo Ramelow (Die Linke)

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