Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Trumps Ukraine-Affäre: Whistleblower soll bald aussagen | BR24

© BR

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus planen einen schnellen Start ihres Vorstoßes zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump. Noch in dieser Woche sollen die ersten Zeugen befragt werden, bald auch der Whistleblower.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Trumps Ukraine-Affäre: Whistleblower soll bald aussagen

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus planen einen schnellen Start ihres Vorstoßes zu einem möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump. Noch in dieser Woche sollen die ersten Zeugen befragt werden, bald auch der Whistleblower.

1
Per Mail sharen
Teilen

Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, der Demokrat Adam Schiff, kündigte an, der Whistleblower sei bereit, in nicht-öffentlicher Sitzung auszusagen. Dies könne schon "sehr bald" geschehen, so Schiff im Sender "NBC". Allerdings müsse noch sichergestellt werden, dass die Anonymität des Whistleblowers gewährleistet bleibe.

In Washington geht man davon aus, dass der Whistleblower oder die Whistleblowerin für den Geheimdienst CIA arbeitet. Die in der vergangenen Woche veröffentlichte interne Beschwerde des Whistleblowers hatte enthüllt, dass US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert hatte, gegen den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und seinen für eine ukrainische Firma arbeitenden Sohn Hunter zu ermitteln.

Trump will den Whistleblower treffen

Der US-Präsident veröffentlichte am Wochenende eine Serie wütender Twitter-Botschaften. Trump forderte, er habe wie jeder Amerikaner das Recht, seinem Ankläger gegenüber zu treten. Dieser habe seine "perfekte Unterhaltung" mit Selenskyj "auf betrügerische Weise" falsch dargestellt. Außerdem, so Trump, wolle er die Person treffen, die den Whistleblower mit Informationen über sein Telefonat versorgt habe. Trump wirft dieser Person vor, ihn ausspioniert zu haben.

Noch in dieser Woche sollen die ersten Zeugen im Kongress aussagen. Die Demokraten wollen, dass das Repräsentantenhaus möglichst noch vor Weihnachten darüber abstimmt, ob ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet wird. Ob Trump tatsächlich des Amtes enthoben wird, entscheidet allerdings der Senat. Und dort haben die Republikaner die Mehrheit.