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Bischof Schick will Dialog der Religionen auf Sri Lanka fördern | BR24

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick

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Bischof Schick will Dialog der Religionen auf Sri Lanka fördern

Nach den Anschlägen in Sri Lanka wird immer wahrscheinlicher, dass die Attentäter Islamisten waren. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der erst wenige Monate zuvor Sri Lanka besucht hatte, will nun den interreligiösen Dialog weiter fördern.

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Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick will den Dialog zwischen den Religionen in Sri Lanka weiter fördern. "Der interreligiöse Dialog muss weitergehen. Der Friedensprozess darf jetzt nicht ins Stocken geraten," sagte Schick auf BR-Anfrage.

Schick: Verhältnis der Religionen vor Anschlägen sehr gut gewesen

Vor wenigen Monaten hatte Ludwig Schick Gemeinden in Sri Lanka besucht. Gleich nach den Anschlägen in Sri Lanka schrieb der Bamberger Erzbischof einen Brief an seinen Amtskollegen Kardinal Malcolm Ranjith. Darin habe er sein Beileid ausgedrückt und betont, dass der Friedensprozess jetzt weitergehen müsse, so Schick. Dazu sei es natürlich nötig, dass die Attentäter gefasst würden und das Ganze aufgeklärt werde.

Netz der Gutwilligen knüpfen

Laut Schick war das Verhältnis der Religionen bei seinem Besuch noch sehr gut gewesen. "Jetzt ist es jedoch eklatant gestört worden." Auf Dauer sei die einzige Möglichkeit, ein Netz der Gutwilligen in allen Religionen zu knüpfen und zu festigen, sagte Schick. Nur so könnten solche kleinen radikalen Gruppen gar nicht erst zum Handeln kommen.

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Islam-Experte Torsten Tschacher

Anschläge wohl Racheakt für Tote in Christchurch

Nach den verheerenden Anschlägen gegen Kirchen und Hotels in Sri Lanka verdichten sich die Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Täter. Die Zahl der Todesopfer stieg am Dienstag auf mehr als 320. Nach ersten Erkenntnissen waren die Terroranschläge ein Racheakt für die Anschläge eines australischen Neonazis auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch. Das sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene laut örtlichen Medien vor dem Parlament. Die sechs Selbstmordanschläge seien von der einheimischen islamischen Gruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ) begangen worden.

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