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BR24 Thema des Tages zum Synodalen Weg

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Bischof Jung verteidigt Reformprojekt Synodaler Weg

In Frankfurt treffen sich heute Teilnehmer des katholischen Reformprojekts Synodaler Weg. Hintergrund ist der Skandal um sexuellen Missbrauch, durch den die Kirche viel Vertrauen verspielt hat. Bischof Jung verteidigt den Reformdialog gegen Kritik.

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Von
  • Dominik Einzel

Beim Treffen der rund 230 Teilnehmer des katholischen Reformprojektes Synodaler Weg wollen die Teilnehmer in ihrer Vollversammlung unter anderem über die Themen Macht, Zölibat, Sexualmoral und über die Rolle der Frauen in der Kirche reden. In 16 Papieren geht es teilweise um sehr weitreichende Änderungen. Im Interview mit BR24 hat der Würzburger Bischof Franz Jung den Reformdialog gegen Kritik verteidigt.

Kein deutscher Sonderweg

Bischof Franz Jung sieht nicht die Gefahr eines deutschen Sonderwegs, der zur Spaltung der Kirche beitragen könnte. "Der Vatikan hat natürlich auf der einen Seite die Aufgabe, die amtliche Lehre zu vertreten. Auf der anderen Seite hat er die Aufgabe, die Kirche zusammenzuhalten", so der Bischof. Man merke zudem, dass die Fragen keine rein deutschen seien, "sondern das sind auch in anderen Ländern Fragen, die jetzt aufgebrochen sind und die einer Behandlung bedürfen".

Bedeutung des Priesterseins diskutieren

"Natürlich können wir das Zölibat nicht einfach abschaffen", so Jung. Man könne aber fragen, was Priestersein heute unter den Bedingungen westlicher Gesellschaften bedeute. Es gehe um grundsätzliche Überlegungen zum Amtsverständnis. Man werde dadurch nicht alles umwerfen, vielmehr sei dies ein grundsätzlicher Diskussionsbeitrag für den Reformdialog der Weltkirche.

Mehr Beteiligung der Gläubigen

Auch die Kritik, im Synodalen Weg würden gleich einem Kirchenparlament Reformen durch Mehrheitsbeschlüsse durchgesetzt, wies der Würzburger Bischof zurück. Stattdessen verwies er auf den von Papst Franziskus ausgerufenen synodalen Prozess auf Ebene der Weltkirche. "Der Papst sagt, es geht um eine synodale Bekehrung der Kirche. Es geht um mehr Mitsprache, es geht um eine große Partizipation jenseits bischöflicher Entscheidungsbefugnisse." Mit dem Wunsch nach mehr Beteiligung der Gläubigen renne man daher offene Türen ein.

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