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Bischof Javier Echevarria

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    Bischof Javier Echevarría stirbt im Alter von 84 Jahren

    Der Chef der konservativen katholischen Laienbewegung Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, ist tot. Er erlag mit 84 Jahren in Rom den Folgen einer Lungenentzündung, wie das Opus Dei mitteilte.

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    Er sei vor gut einer Woche in ein römisches Krankenhaus eingeliefert worden. Der Spanier war seit 1994 dritter Leiter der konservativen Gruppierung, die von Papst Johannes Paul II. in den Rang einer Personalprälatur erhoben wurde. Die Leitung der Prälatur übernimmt nach Angaben der Prälatur vorläufig Fernando Ocariz (72), seit 1994 Generalvikar des Opus Dei. Gemäß den Statuten des Opus Dei beginnt nun binnen eines Monats der Wahlprozess zur Wahl eines Nachfolgers. Die Wahl muss von Papst Franziskus bestätigt werden.

    Laienbewegung oder Geheimbund?

    Das Opus Dei, zu deutsch "Werk Gottes", wurde im Oktober 1928 von dem später heiliggesprochenen spanischen Priester Josemaria Escriva de Balaguer (1902-1975) als katholische Laienbewegung gegründet. Der weibliche Zweig entstand 1930. Dem Opus Dei gehören nach eigenen Angaben derzeit weltweit 90.000 Mitglieder an, davon 600 in Deutschland; die weitaus meisten Mitglieder sind Laien. Die rund 2.000 Priester, die sich zum Opus Dei bekennen, sind in der "Priesterlichen Gemeinschaft vom Heiligen Kreuz" zusammengefasst. Darüber hinaus spricht das Werk von weltweit mehreren hunderttausend "Freunden" und "Unterstützern". Sie nehmen an geistlichen Übungen teil und spenden für die Arbeit des Werkes.

    Kritiker werfen dem Opus Dei Elitedenken, eine Erziehung zu blindem Gehorsam und sektenhafte Strukturen vor. Das Wirken der Organisation widerspreche Werten wie Freiheit, Mündigkeit und Gleichberechtigung. Das Werk unterhält mehrere Hochschulen, darunter die Päpstliche Universität Santa Croce.