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Ein Toter und sieben Verletzte nach Messerattacke in Birmingham | BR24

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Bei einem Stichwaffen-Angriff in Birmingham kam ein Mensch ums Leben. Die Polizei sucht nach einem Verdächtigen. Bislang gibt es keine Hinweise auf einen terorristischen Hintergrund der Tat oder ein Hassverbrechen.

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Ein Toter und sieben Verletzte nach Messerattacke in Birmingham

Bei einer Messerattacke in Birmingham ist ein Mensch ums Leben gekommen. Es gibt zudem sieben Verletzte. Wie die Polizei erklärte, gibt es bislang keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Sie ist auf der Suche nach einem Tatverdächtigen.

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Bei der Messerstecherei in der britischen Stadt Birmingham ist mindestens ein Mensch getötet worden. Wie die Polizei der Region West Midlands mitteilte, seien außerdem sieben weitere Menschen verletzt worden - zwei von ihnen schwer. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen Mordes aufgenommen und fahndet nach einem männlichen Tatverdächtigen.

Bisher kein Hinweis auf terroristisches Motiv

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei gibt es derzeit keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat oder ein Hassverbrechen. Das Motiv sei noch unklar, erklärte Polizeichef Steve Graham in einem Pressestatement. Derzeit gehe man aber davon aus, dass es sich um einen willkürlichen Angriff handele.

Kurz nach der Tat hatte eine Augenzeugin der BBC berichtet, mehrere Menschen hätten sich eine Auseinandersetzung auf der Straße geliefert: "Es war eine Gruppe von Jungs gegen eine andere Gruppe von Jungs", auch rassistische Beleidigungen seien gefallen. Laut der Polizei deutet derzeit aber nichts auf Bandenkriminalität hin.

Angriffe auch im sogenannten Gay Village

In der Nacht auf Sonntag wurde die Polizei um kurz nach Mitternacht wegen eines ersten Messerangriffs gerufen. Innerhalb der nächsten beiden Stunden seien weitere Meldungen von Angriffen im Stadtzentrum eingegangen, so die Polizei. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hängen die Vorfälle wohl miteinander zusammen. Einzelheiten sind aber noch unklar.

Einer der Angriffe habe im sogenannten Gay Village stattgefunden, einem Viertel in dem überwiegend Schwule, Lesben und andere sexuelle Minderheiten lebten, so Polizeichef Graham. Es gebe aber keine Anzeichen dafür, dass die Tat ein Hassverbrechen sei. Nach dem Geschehen sperrten Polizisten die Gegend mit vielen Bars und Nachtclubs ab. Am Abend sei es dort voll gewesen, berichteten Augenzeugen. Viele Menschen hätten draußen an Tischen getrunken und gegessen.

Polizei in Birmingham bittet Augenzeugen um Hilfe

Polizeichef Graham zeigte sich von den Vorfällen betroffen: "Die Ereignisse in den frühen Morgenstunden sind tragisch, schockierend und verständlicherweise erschreckend." Gleichzeitig rief er Augenzeugen dazu auf, sich unbedingt zu melden. Wer Verdächtiges beobachte, sollte besonnen reagieren und die Ermittler informieren.

Der britische Außenminister Dominic Raab sprach von einem sehr ernsten Vorfall. Seine Gedanken und Gebete seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. Der Bürgermeister der West Midlands, Andy Street, appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, jegliche Spekulationen über das Geschehen bleiben zu lassen.

© ARD

Messerstecherei in Birmingham mit einem Toten

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