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Biden zu Ukraine-Affäre: "Trump verletzt grundlegende Normen" | BR24

© pa/dpa/Jack Kurtz

Will US-Präsident werden: Demokrat und Ex-Vizepräsident Joe Biden

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Biden zu Ukraine-Affäre: "Trump verletzt grundlegende Normen"

Präsidentschaftsbewerber Biden fordert eine Untersuchung des Telefonats von US-Präsident Trump mit dem ukrainischen Staatschef. Trump verletze jede grundlegende Form eines Präsidenten, so Biden.

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Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat eine Untersuchung eines Telefonats von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj gefordert. Darin soll Trump Selenskyj gedrängt haben, Ermittlungen gegen Bidens Sohn aufzunehmen, der bei einem ukrainischen Gasunternehmen arbeitete, als Biden Vizepräsident war.

Trump verletze jede grundlegende Norm eines Präsidenten, sagte Biden vor Journalisten. Sie sollten ihm die Frage stellen, warum er am Telefon einen ausländischen Führer einzuschüchtern versucht, wenn es das sei, was geschehen ist. Ein US-Geheimdienstler soll über das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj so besorgt gewesen sein, dass er intern Beschwerde einlegte. Trump erklärte, alle seine Gespräche mit ausländischen Kollegen seien "angemessen" verlaufen.

"Fake News" und "Hexenjagd"

In einer Serie von Tweets erklärte der Präsident, er habe in dem Telefonat mit Selenskyj nichts Falsches gesagt. Der Whistleblower sei parteiisch, die Medien produzierten "Fake News" und eine "Hexenjagd". Sie ignorierten, dass Biden als Vizepräsident die Entlassung des Staatsanwaltes gefordert habe, der gegen seinen Sohn ermittelt habe.

Die "New York Times" und die "Washington Post", die als erste über das Ukraine-Telefonat berichtet hatte, bezeichnete er als "Feind des Volkes".

Biden: "Werde ihn wie eine Trommel schlagen"

Trump wisse, dass er ein starker Gegner sei und er "nutzt Machtmissbrauch und jedes Element der Präsidentschaft, um zu versuchen, mich zu verleumden", sagte Biden.

Nach ersten Medienberichten über die formelle Beschwerde eines Whistleblowers hatten über den Vorgang informierte Personen bestätigt, dass Trump mit Selenskyj über Bidens Sohn gesprochen habe.

Trump hatte die Vorwürfe, als "nichts" zurückgewiesen. Seine Regierung lehne es ab, die Beschwerde öffentlich oder Angaben über ihren Inhalt zu machen.

Beschwerde "ernst" und "dringlich"

Zwei mit der Angelegenheit befasste Personen sagten, es drehe sich um mehrere Ereignisse, darunter ein Telefonat Trumps mit Selenskyj am 25. Juli, bei dem Trump Bidens Sohn angesprochen habe. Eine Gegenleistung in Form von US-Hilfe habe er nicht angeboten, sagte eine über den Inhalt des Telefonats informierte Person.

Allerdings hielten die USA Ende August wegen Korruptionsbefürchtungen eine millionenschwere Militärhilfe an die Ukraine zurück. Der Generalinspekteur der US-Geheimdienste beschrieb die am 12. August eingereichte offizielle Beschwerde des Whistleblowers als "ernst" und "dringlich".

© BR

Trump weist Vorwürfe in Ukraine-Krise zurück