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Beweismaterial verschwunden: Lügde wird Fall für Sonderermittler | BR24

© pa/dpa/Christian Mathiesen

Absperrband auf dem Campingplatz in Lügde

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    Beweismaterial verschwunden: Lügde wird Fall für Sonderermittler

    Bei Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch in Lügde ist Beweismaterial verschwunden: 155 CDs und DVDs, sagt NRW-Innenminister Reul. Er schickt jetzt Sonderermittler.

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    Bei Ermittlungen zum sexuellen Missbrauch in Lügde ist Beweismaterial verschwunden: 155 CDs und DVDs, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag (21.02.2019) in Düsseldorf mit. Das Material ist aus Räumen der Kripo verschwunden.

    Die Datenträger waren in einem Alukoffer aufbewahrt, der in einem Raum der Kripo im Kreis Lippe stand. Der Raum war nach Angaben des Ministers nur unzureichend gesichert. Zahlreiche Personen hätten Zugang gehabt.

    Der Minister sprach von einem "Polizeiskandal" und einem "Desaster". Er hat jetzt Sonderermittler nach Detmold geschickt.

    Sexueller Missbrauch dutzender Kinder

    Über Jahre sollen mindestens 31 Kinder auf einem Campingplatz in Lügde (Kreis Lippe) sexuell missbraucht worden sein. Drei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ermittelt wird insgesamt gegen sechs Tatverdächtige.

    Auch die Arbeit der Behörden ist in den Fokus geraten. Bei dem Hauptbeschuldigten lebte ein Pflegekind. Schon 2016 gab es Hinweise auf sexuellen Missbrauch, die der Polizei weitergegeben wurden.