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Ab 7. Juni sollen auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne einsteigen.

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Betriebsärzte müssen bis Freitag Corona-Impfstoff bestellen

Der nächste Schritt der Impfkampagne steht an: Schon bald sollen Betriebsärzte die Beschäftigten in ihren Firmen gegen das Coronavirus impfen. Für den vorgesehenen Start am 7. Juni müssen sie bis Freitag die ersten Impfdosen bestellen.

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  • BR24 Redaktion

Die geplanten Corona-Impfungen für Beschäftigte über ihre Firmen nehmen konkretere Formen an. Für den vorgesehenen Start ab dem 7. Juni müssen Betriebsärzte bis diesen Freitag Impfstoff bei Apotheken bestellen - für die erste Woche zunächst begrenzt auf jeweils höchstens 804 Dosen des Präparats von Biontech/Pfizer. Das geht aus einer Handreichung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hervor, über die zuerst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete.

Spahn: "Gelegenheit macht Impfung"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung: "Je mehr Ärzte impfen, desto schneller läuft die Impfkampagne." Außerdem komme bald eine Phase, in der jene zu überzeugen seien, denen der Weg zum Arzt oder ins Impfzentrum zu weit sei. "Gelegenheit macht Impfung", sagte Spahn mit Blick auf Angebote direkt über Betriebe.

Betriebsimpfung unabhängig vom Wohnsitz

Anspruch auf eine Corona-Impfung über Betriebsärzte sollen "alle Betriebsangehörigen" haben. Dies soll unabhängig vom Wohnsitz oder dem gewöhnlichen Aufenthaltsort gelten - also auch für Grenzpendler und Saisonarbeiter, heißt es im Entwurf für eine erneute Änderung der Impfverordnung, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Impfung ist und bleibt freiwillig

Auch wenn Impfungen in Betrieben gemacht werden, sollen sie demnach bei Haftungsfragen nicht als betrieblich veranlasst gelten, sondern sind Teil der staatlichen Impfkampagne. Festgehalten wird zudem, dass die Impfungen freiwillig sind und ein "Erfüllungsverhältnis" allein zwischen dem Betriebsarzt und den Anspruchsberechtigten bestehe. Voraussetzung für Betriebsärzte soll sein, dass sie sich an das zentrale System zur Meldung von Impfdaten anbinden.

Die Neufassung der Impfverordnung soll am 7. Juni in Kraft treten. Sie setzt auch den Beschluss von Bund und Länder um, dass ab dann die noch geltende Priorisierung mit einer festen Reihenfolge entfällt.

Bayern impft seit heute ohne Priorisierung

In Bayern dürfen Haus- und Fachärzte seit heute unabhängig von der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus impfen. In vielen Arztpraxen kommt es nun zum Ansturm von Impfwilligen. Der Vorsitzende des bayerischen Hausärzteverbandes, Markus Beier, mahnte in der "Welt" zu Geduld: Es gebe nicht genug Termine und nicht genug Impfstoff. Das werde sich voraussichtlich erst Mitte Juni ändern.

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Die EU hat den geplanten Vertrag mit Biontech/Pfizer über die Lieferung von weiteren bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen unter Dach und Fach gebracht. Bisher wurden in Deutschland in Impfzentren und Praxen 41,5 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht.

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