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Bildrechte: pa/dpa/Polizei Fünen

Betonklotz

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    Betonklotz von Brücke geworfen - Frau tot

    Unbekannte haben im Süden Dänemarks mehrere Betonklötze von einer Autobahn-Brücke geworfen. Einer traf das Auto einer Familie, die Mutter starb bei dem Unfall. Der Vater wurde schwer, das Kind leicht verletzt.

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    Das Unglück ereignete sich auf der E20 zwischen den Anschlussstellen Blommenslyst und Vissenbjerg. Die Autobahn ist die Hauptverbindung zwischen Schweden und Westdänemark beziehungsweise Deutschland.

    Nach den Tätern wird nun gefahndet. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie mehrere Steine von der Brücke warfen, aber nicht alle trafen. Über die Herkunft der Familie wollte die Polizei in Odense noch keine Angaben machen. Die Angehörigen müssten zunächst informiert werden.

    Die dänische Polizei veröffentlichte Bilder von zwei Klötzen mit 9,5 und 30 Kilogramm Gewicht. Bei einem handelt es sich um einen speziellen Eckstein, der zum Bau von hohen Mauern genutzt wird. Bauunternehmen und Maurer wurden aufgefordert, ihre Bestände zu überprüfen.

    Man gehe nicht davon aus, dass es sich um einen Dumme-Jungen-Streich handele, sagte ein Polizeisprecher dem Dänischen Rundfunk. Die Steine seien so schwer gewesen, dass mindestens ein Erwachsener an der Tat beteiligt gewesen sein müsse.

    Mehrere Fälle auch in Deutschland

    Auch in Deutschland hatte es in der Vergangenheit immer wieder Fälle gegeben, bei denen Menschen andere durch Steinwürfe von Brücken getötet haben. Neben Steinen wurden auch schon Gullydeckel, Beton- und Holzklötze oder andere Gegenstände geworfen.

    In Oldenburg etwa hatte im Jahr 2008 ein Mann einen Holzklotz auf ein fahrendes Auto geworfen - auch in diesem Fall starb eine Frau vor den Augen ihrer Familie. Der Täter wurde wegen Mordes, dreifachen versuchten Mordes und vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu lebenslanger Haft verurteilt.