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Berühmte Diebstähle: Wenn Diebesgut verschollen bleibt | BR24

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Die deutsche Nationalmannschaft entführte 1954 den WM-Pokal aus dem Berner Wankdorf-Stadion – legal. Später wurde er in Brasilien gestohlen.

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Berühmte Diebstähle: Wenn Diebesgut verschollen bleibt

Nach dem spektakulären Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden läuft die Suche nach den Dieben auf Hochtouren. Die Vergangenheit zeigt: Oftmals tauchen wertvolle Gegenstände aus großen Diebstählen nicht wieder auf.

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Es ist einer der spektakulärsten Einbruchsfälle der vergangenen Jahrzehnte: Zwei Diebe stiegen in das weltberühmte "Grüne Gewölbe" in Dresden ein und stahlen eine Brillanten- und zwei Diamantengarnituren.

Inzwischen veröffentlichte die Polizei einen Ausschnitt aus einem Überwachungsvideo. Die Täter sind mit dem Diebesgut untergetaucht. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu spektakulären Diebstählen. Oftmals blieben die entwendeten Gegenstände unauffindbar. Hier eine Liste mit besonders spektakulären Fällen.

Bode-Museum: Größte Goldmünze der Welt gestohlen

Im März 2017 stahlen Einbrecher im Berliner Bode-Museum eine hundert Kilogramm schwere Goldmünze mit einem Durchmesser von 53 Zentimeter. Sie tauchte bislang nicht wieder auf. Die Polizei vermutet, dass die kanadische Sonderprägung namens "Big Maple Leaf" zertrümmert, eingeschmolzen und das Gold verkauft wurde. Der Wert lag bei über vier Millionen Euro. Gegen vier Verdächtige läuft ein Prozess.

Die Geldtransporter-Millionen aus Sulzemoos

Im Januar 2007 ließ der Fahrer eines Geldtransporters seinen Beifahrer in Sulzemoos (Landkreis Dachau) unter einem Vorwand aussteigen und raste davon. Das Auto wurde wenig später ohne die 4,2 Millionen Euro an Bord gefunden. Der Täter flüchtete durch halb Europa, wo das Geld ist, das verriet er auch im Prozess nicht. Angeblich habe er einen Großteil einer Frau aus Georgien anvertraut, die danach nie wieder gesehen wurde.

Kunstraub in Boston: Diebe verkleideten sich als Polizisten

Der Einbruch in das Gardner Museum in Boston im März 1990 gilt als größter Kunstraub der Geschichte. Die als Polizisten verkleideten Täter ließen sich das Museum nachts von zwei Wachleuten aufschließen, fesselten diese und nahmen 13 Gemälde mit, unter anderem von Degas, Rembrandt und Manet. Ihr Wert wird auf 500 Millionen Dollar geschätzt. Obwohl das Museum eine Belohnung von zehn Millionen Dollar auslobte, sind die Bilder bis heute verschwunden.

Der erste Pokal der Fußball-Weltmeisterschaften

Der frühere Pokal der Fußball-Weltmeisterschaften, der "Coupe Jules Rimet", ist verschollen und vermutlich gibt es ihn auch nicht mehr. Er war im 1983 aus der Vitrine des brasilianischen Fußball-Verbandes gestohlen worden. Der WM-Pokal, der den Weltmeistern von 1930 bis 1970 überreicht wurde, ist wohl eingeschmolzen und vermutlich zu Ringen, Ketten und anderen Schmuckstücken verarbeitet worden.