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Der CDU-Politiker Bernhard Vogel
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Iris Härdle
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Der CDU-Politiker Bernhard Vogel

Annegret Kramp-Karrenbauer sei aus drei Gründen als neue CDU-Vorsitzende geeignet: "Erstens weil sie über viele Jahre Regierungserfahrung hat, zweitens weil sie bewiesen hat, dass sie Wahlen gewinnen kann unter schwierigsten Bedingungen und drittens weil sie die heutige Partei mit Abstand am besten kennt. Sie weiß, wo der Partei der Schuh drückt", so Bernhard Vogel.

Alle Kandidaten honorige Persönlichkeiten

Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen betonte aber, dass alle drei Kandidaten, auch Friedrich Merz und Jens Spahn, "honorige und verdienstvolle Persönlichkeiten sind, mit denen die CDU in die Zukunft gehen kann."

Von der Positionierung Wolfgang Schäubles, der sich im Vorfeld eindeutig für Merz ausgesprochen hatte, zeigte sich Vogel wenig überrascht. "In der Tat hat mich ein bisschen gewundert, mit welcher Nachdrücklichkeit er für seinen Kandidaten eingetreten ist. Aber das ist sein gutes Recht", sagte Vogel.

Keine Spaltung der Partei befürchtet

Eine Spaltung der Partei nach der Wahl des oder der neuen CDU-Vorsitzenden fürchtet Vogel nicht.

Alle drei Kandidaten sind fest in der Tradition und der Gegenwart der Partei verankert. Es geht darum, wer in der jetzigen Situation, wo ein neues Kapitel aufgeschlagen werden muss nach 18 Jahren, wer dieses neue Kapitel am besten führen und gestalten kann. Und das ist meines Erachtens Frau Kramp-Karrenbauer. Bernhard Vogel

Der 85-Jährige erinnerte an den Parteitag von 1971, der seiner Meinung nach ähnlich spannend war wie der heutige: "Damals ist Helmut Kohl gegen Rainer Barzel angetreten und Rainer Barzel hat gesiegt."