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Bildrechte: picture alliance/dpa/Sputnik | Ahmed Zakot

Nach mehr als acht Stunden Ruhe ist am Vormittag im Süden Israels Raketenalarm ausgelöst worden. Parallel dazu kam Bundesaußenminister Maas in der Konfliktregion an. Er erklärte, Deutschland unterstütze die Bemühungen um einen Waffenstillstand.

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Medien: Israel erwägt Waffenruhe im Gaza-Konflikt

Israel ist offenbar bereit, die Angriffe auf Ziele im Gazastreifen einzustellen. Nach ARD-Informationen will das Sicherheitskabinett über eine Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hamas beraten. Auch Katar soll an Gesprächen beteiligt sein.

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Von
  • Kilian Neuwert
  • BR24 Redaktion

Im Konflikt zwischen Israelis und militanten Palästinensern mehren sich die Hinweise auf eine baldige Feuerpause. Medienberichten zufolge ist die israelische Regierung bereit, die Angriffe auf Ziele im Gazastreifen einzustellen und hat einen ägyptischen Unterhändler bereits darüber informiert.

Israels Sicherheitskabinett berät

Das israelische Sicherheitskabinett wollte nach ARD-Informationen am Donnerstagabend über eine mögliche Waffenruhe mit der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen beraten. An dem kurzfristig einberufenen Treffen sollten Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und hochrangige Armeevertreter teilnehmen.

230 Tote auf beiden Seiten

Der Konflikt in Nahost war in den vergangenen Wochen massiv eskaliert. Militante Palästinenser feuern seit eineinhalb Wochen Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel. Das israelische Militär griff Ziele im Gazastreifen an. Nach Angaben beider Seiten gab es bereits mehr als 230 Todesopfer. Staaten wie Ägypten und die USA versuchen zu vermitteln.

International steigt der Druck eine Waffenruhe herbeizuführen. Ein ranghoher Vertreter der Hamas sagte der Nachrichtenagentur AFP, es gebe intensive Verhandlungen über eine Feuerpause unter der Beteiligung Katars, aber noch keine konkreten Ergebnisse. Er rechne mit einer Rückkehr zur Ruhe in den kommenden Stunden oder am Freitag.

Außenminister Maas bekräftigt Israels Recht auf Selbstverteidigung

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas ist derzeit in der Region und versucht zu vermitteln. Dazu hat er sich erst mit der israelischen Seite getroffen und deren Recht auf Selbstverteidigung betont. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dankte ihm dafür. Anschließend kam Maas mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen. Sie hätten ein konstruktives Gespräch geführt, so der Außenminister. Die Hamas, die im Gazastreifen herrscht, verurteilte die Äußerungen von Maas als parteiisch.

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Von Seiten der Hamas heißt es nun, dass man bereits morgen zu einer Waffenruhe bereit sei, so Mike Lingenfelser, ARD-Korrespondent in Israel. Zustimmung zu dem Vorschlag gebe es auch von Seiten Israels, so zumindest indirekte Informationen.

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