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Bericht: Deutschlands Luft ist sauberer geworden | BR24

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Die Schadstoffbelastung in deutschen Städten ist im vergangenen Jahr gesunken.

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    Bericht: Deutschlands Luft ist sauberer geworden

    Die Schadstoffbelastung ist in vielen Regionen Deutschlands im vergangenen Jahr gesunken. Mit der Corona-Krise hat das allerdings wenig zu tun, meint das Umweltbundesamt. Und in Großstädten sind immer noch zu viele Stickstoffoxide in der Luft.

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    • BR24 Redaktion

    Die Luft in deutschen Städten ist deutlich sauberer geworden. Das Umweltbundesamt hat im vergangenen Jahr sowohl weniger Feinstaub als auch geringere Stickstoffdioxid-Werte (NO2) durch Diesel-Fahrzeuge gemessen, wie die Behörde mitteilte.

    München und Hamburg weiter über Grenzwert

    Nur noch zwei bis drei Prozent der Mess-Stationen an Straßen hätten den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überschritten. Spitzenreiter bei den NO2-Emissionen waren mit 54 beziehungsweise 41 Mikrogramm München und Hamburg - die beiden Städte haben im Jahr 2020 den Höchstwert nach aktuellem Stand auf jeden Fall überschritten.

    Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass die Zahl der Städte, die den Grenzwert 2020 nicht einhielten, auch nach der Endauswertung im Mai unter zehn bleiben wird. Im Jahr 2019 hatten noch 25 Städte über dem Grenzwert gelegen und 2018 sogar 57 Städte.

    Corona-Pandemie kein Hauptgrund für Rückgang

    Die Corona-Pandemie ist laut Umweltbundesamt nur geringfügig für den Rückgang verantwortlich. Lediglich in der Phase des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 seien die NO2-Konzentrationen durchschnittlich um 20 bis 30 Prozent gesunken.

    Entscheidender für die Reduktion von Stickstoffdioxid und Feinstaub seien bislang etwa sauberere Fahrzeuge, mehr Tempo-30-Zonen und der Einsatz schadstoffärmerer Busse gewesen.

    Gefahr für Umwelt und Gesundheit

    Laut Umweltbundesamt sind Stickoxide mitverantwortlich für Feinstaubbelastung und "sommerliche Ozonbildung". Sie können außerdem Boden und Wasser überdüngen und versauern lassen.

    Die Reizgase gefährden aber nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit. Problematisch sind Stickoxide in erster Linie für empfindliche oder vorgeschädigte Menschen wie Asthmatiker und Ältere. Sie reizen die Schleimhäute in den Augen sowie in der Lunge und den Atemwegen und können dort unter anderem Entzündungen oder Bronchitis auslösen; außerdem können sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

    Auf Feinstaub sind laut Europäischer Umweltagentur 2018 etwa 63.100 Todesfälle in Deutschland zurückzuführen. Er gilt als krebserregend.

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