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Bergisch Gladbach: Ermittler vermuten weitere Missbrauchsfälle | BR24

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Nach den bundesweiten Razzien im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch-Gadbach geht der Ermittlungsleiter, Michael Esser, davon aus, dass der Fall noch lange nicht abgeschlossen ist. Derzeit gibt es über 200 Tatverdächtige.

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Bergisch Gladbach: Ermittler vermuten weitere Missbrauchsfälle

Nach den bundesweiten Razzien im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach geht der Ermittlungsleiter, Michael Esser, davon aus, dass der Fall noch lange nicht abgeschlossen ist. Derzeit gibt es über 200 Tatverdächtige.

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Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte der Ermittlungsleiter im Missbrauchskomplex Bergisch-Gladbach:

"Einen abschließenden Überblick haben wir da definitiv noch nicht. Wir ermitteln immer weiter. Wir haben derzeit über 200 Tatverdächtige in der Bundesrepublik Deutschland identifizieren können und bei jeder Durchsuchung stellen wir immer neue Datenträger sicher und wir werden auch neue Personen identifizieren." Ermittlungsleiter Michael Esser

Esser: Hinweise auf eine Vielzahl von weiteren Kindern

Der Leiter der Ermittlungsgruppe "Berg" der Kölner Polizei betonte: "Uns ist wichtig, dass wir die Kinder aus den Fängen der Peiniger befreien." Knapp 50 Kinder konnten im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex identifiziert werden, aber: "Wir haben Hinweise auf eine Vielzahl von weiteren Kindern. Das Identifizieren von Kindern ist unser Hauptansporn. Darüber holen wir unsere Motivation und identifizieren dann im Nachgang auch die Tatverdächtigen, um sie dann der justiziellen Bearbeitung zuzuführen."

Ermittlungsleiter mit "Botschaft" an Täter

Täter aus dem Netzwerk könnten also noch aktiv sein, so Kriminaldirektor Esser: "Das ist durchaus denkbar. Wir haben Hinweise darauf, dass aktuell immer noch Täter Kinder missbrauchen. Wir können sie aber nicht abschließend identifizieren." Esser sprach von einer "Botschaft" an die Täter:

"Es lohnt sich nicht, sich zu verbergen. Die Polizei setzt alles daran, die Nicknames aufzudecken, die Klarnamen zu identifizieren. Es gibt keine Möglichkeit, sich vor den Sicherheitsbehörden zu verstecken." Ermittlungsleiter Michael Esser

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