BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Benedikt XVI. gründet Stiftung für katholische Medienarbeit | BR24

© picture alliance/imageBROKER

"Wir sind Papst"-Plakat am Axel-Springer-Haus, anlässlich des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Deutschland

Per Mail sharen

    Benedikt XVI. gründet Stiftung für katholische Medienarbeit

    Der emeritierte Papst Benedikt XVI. will katholische Medienarbeit finanzieren. Die von ihm gegründete Stiftung soll der katholischen Stimme Gehör verschaffen und Journalisten ausbilden. Kritik kommt von der "Gesellschaft katholischer Publizisten".

    Per Mail sharen

    Die gemeinnützige "Die Tagespost Stiftung für katholische Publizistik" solle in die Ausbildung katholischer Journalisten und in Maßnahmen investieren, die der katholischen Stimme größeres Gehör verschaffen, berichtet die katholische Zeitung "Die Tagespost", bei der die Stiftung angesiedelt ist.

    450.000 Euro für Digitalprojekte, Neuevangelisierung und Volontariate

    Eigenen Angaben zufolge soll die Stiftung im Jahr 2020 rund 450.000 Euro für Medien- und Bildungsprojekte einsammeln und bereitstellen. Damit würde Volontären "ein medienübergreifendes, internationales Volontariat auf der Höhe der Zeit", sowie "Digitalprojekte an der Schnittstelle von Suchmaschinenoptimierung und Neuevangelisierung sowie Hintergrundberichte und Recherchen zu Lebensschutz und Bioethik" ermöglicht.

    Vorsitzender der Stiftung ist Norbert Neuhaus, der auch im konservativ geprägten Forum deutscher Katholiken sitzt und von 1989 bis 1999 Generalsekretär von "Kirche in Not International" war.

    Bislang fehle im deutschen Sprachraum eine unabhängige Institution, die gezielt in die Ausbildung katholischer Nachwuchsjournalisten investiere, bioethisch relevante Rechercheprojekte finanziere und katholischen Medien zu mehr Reichweite und Gehör verhelfe, schreibt die Tagespost.

    Kritik von katholischen Journalisten

    Dagegen wehrt sich die "Gesellschaft katholischer Publizisten" (GkP). Das von den deutschen Bischöfen gegründete und getragene "Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchses" (ifp) in München verfolge seit Jahrzehnten "genau jene Ziele, die der frühere Papst für förderungswürdig hält", heißt es in einer Pressemitteilung. Es verwundere, dass der ehemalige Papst "erhebliche finanzielle Mittel am ifp - und damit an der Deutschen Bischofskonferenz - vorbei einem einzelnen Medium anzuvertrauen gedenkt".