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Weißrussland: Russische Söldner festgenommen | BR24

© pa/dpa/Hans Punz

Weißrusslands Präsident Aleksandr Lukaschenko.

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    Weißrussland: Russische Söldner festgenommen

    Vor der Präsidentschaftswahl sind in Belarus Dutzende russische Söldner festgenommen worden. Vorwurf: Sie wollten das Land destabilisieren. Staatschef Lukaschenko verlangt vom Kreml Aufklärung.

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    Nach der Festnahme mutmaßlicher russischer Söldner in Belarus hat Staatschef Alexander Lukaschenko eine Erklärung von Moskau gefordert. "Es ist wichtig, dass Russland die Lage sofort aufklärt", sagte er.

    Die Behörden hatten zuvor die Festnahme von 32 Mitgliedern der russischen Gruppe "Wagner" nahe der Hauptstadt Minsk gemeldet. Ihnen wird eine Verschwörung zur Destabilisierung des Landes vor der Präsidentschaftswahl vorgeworfen.

    In dem autoritär regierten Belarus findet am 9. August die Präsidentschaftswahl statt. Der seit 1994 amtierende Lukaschenko bewirbt sich um seine sechste Amtszeit.

    Militärische Kleidung und schweres Gepäck

    Wie staatliche Medien unter Berufung auf die Strafverfolgungsbehörden berichteten, wurden die Festnahmen angeordnet, nachdem die Behörden von der Ankunft von 200 Kämpfern auf belarussischem Gebiet erfahren hätten. Die Russen hätten sich vor ihrer Festnahme in einem Kurort aufgehalten und die Gegend erkundet, hieß es weiter. Die Männer hätten "militärische Kleidung" getragen und schweres Gepäck bei sich gehabt.

    Die Söldnertruppe Wagner wird Berichten zufolge von einem Verbündeten des russischen Präsidenten Wladimir Putin kontrolliert und ist unter anderem in der Ukraine, in Syrien und in Libyen im Einsatz.

    Kreml im Fokus

    Er wolle Russland als Verbündeten nicht "verleumden", sagte Lukaschenko. Moskau müsse jedoch reinen Tisch machen und die Situation aufklären, sagte der Staatspräsident in einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats. Mit Blick auf den Kreml verkündete Lukaschenko in einer Fernsehansprache: "Wenn sie schuldig sind, ist es wichtig, mit Würde aus dieser Lage wieder herauszufinden".

    Russland wies die Berichte zurück. "Ich bin überzeugt, dass das nicht stimmt", sagte der Vizechef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, Juri Schwytkin, der Agentur Interfax. Die Anschuldigungen dürften die Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter belasten.

    Lukaschenko hatte im Wahlkampf mehrfach vor einer Revolution und Zuständen wie 2014 auf dem Kiewer Maidan-Platz gewarnt. In seinem Land gebe es nicht viele "Maidan-Anhänger", diese kämen aus dem Ausland und nähmen "weltweit an Provokationen teil".

    Hilfreich für Lukaschenkos Wahlkampf?

    Lukaschenko wird von Gegnern als "Europas letzter Diktator" kritisiert. Der 65-Jährige geht seit Wochen hart gegen Demonstrierende vor. Beobachter gehen davon aus, dass er Angst vor gewaltsamen Umbrüchen schürt, um seine Wiederwahl zu sichern.

    Eine seiner Herausforderinnen, Swetlana Tichanowskaja, sagte am Dienstag in einer TV-Ansprache, die Behörden versuchten, die Bevölkerung einzuschüchtern: "Wir wollen einen neuen Präsidenten. Die Behörden antworten uns, dass es dann einen Maidan geben wird."

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