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Bekannter DDR-Flüchtling Peter Strelzyk gestorben | BR24

© dpa/pa/Jan Bauer

Peter Strelzyk im Berliner Mauermuseum

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    Bekannter DDR-Flüchtling Peter Strelzyk gestorben

    Einer der bekanntesten DDR-Flüchtlinge, Peter Strelzyk, ist tot. Strelzyk starb nach längerer Krankheit am Samstag im Alter von 74 Jahren in Thüringen, wie die Direktorin des Berliner Mauermuseums, Alexandra Hildebrandt, mitteilte.

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    In der Nacht zum 16. September 1979 war Strelzyk mit seiner Familie und der eines Freunds eine der spektakulärsten Fluchten aus der DDR geglückt - im selbst gebauten Heißluftballon über die Grenze von Thüringen nach Bayern.

    Erst zweiter Fluchtversuch war erfolgreich

    In wochenlanger nächtlicher Heimarbeit hatten sie heimlich einen Heißluftballon gebaut. Der erste Versuch, der DDR auf dem Luftweg zu entkommen, endete am 3. Juli 1979 zunächst mit einer Bruchlandung. Die Republikflüchtlinge aus der thüringischen Kleinstadt Pösneck nähten einen neuen Ballon und starteten gut zwei Monate später einen zweiten Versuch, der erfolgreich verlief.

    Ballon-Landung bei Naila im Landkreis Hof

    Die vier Erwachsenen und vier Kinder landeten mit dem Heißluftballon nach einem etwa halbstündigen Flug etwa 30 Kilometer weiter südlich auf einem Feld bei Naila im Kreis Hof. Die Flucht machte weltweit Schlagzeilen. Sogar Hollywood fand Gefallen an dem Stoff und machte daraus den Kinofilm "Mit dem Wind nach Westen".

    Die DDR-Staatssicherheit blieb den Abtrünnigen allerdings auch im Westen auf den Versen und setzte unter anderem einen einstmals guten Freund der Familie auf die Strelzyks an, der sie über Jahre aushorchte. Nach der Wende kehrte Strelzyk nach Pösneck zurück.