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Beinahe-Unglück: Zwischenfall mit Regierungsflieger in Berlin | BR24

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Nach einer Funktionsstörung muss ein Jet der Bundeswehr nach dem Start umkehren und in Berlin notlanden.

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Beinahe-Unglück: Zwischenfall mit Regierungsflieger in Berlin

Eine Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr ist nur knapp einem Unglück entgangen. Der Flieger berührte bei der Landung am Flughafen Berlin-Schönefeld mit beiden Tragflächen den Boden.

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Ein Luftwaffen-Jet musste nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umkehren und hatte Schwierigkeiten bei der Landung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld: Die Maschine habe mit beiden Tragflächen Bodenberührung gehabt, so ein Sprecher der Luftwaffe. Eine kontrollierte Landung sei nicht mehr möglich gewesen. Passagiere seien nicht an Bord gewesen, die Crew werde in einem Bundeswehrkrankenhaus medizinisch untersucht.

Von der Leyen: Besatzung hat Schlimmeres verhindert

Die Bundeswehrmaschine ist nach Darstellung von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nur knapp einem Unglück entgangen. Die Luftwaffenbesatzung habe es geschafft, "den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden zu bringen und damit Schlimmeres zu verhindern", sagte von der Leyen.

Flugzeug kam von einer Wartung

Die Bundeswehrmaschine war von Schönefeld aus zu einem sogenannten Funktionsflug gestartet. Diese Flüge würden regelmäßig nach Wartungsarbeiten unternommen, so der Bundeswehrsprecher. Auf dem Flug sei es zu einer Funktionsstörung gekommen, deren Ursache nun untersucht werde. Die Maschine kehrte daraufhin wieder nach Schönefeld zurück.

Das Flugzeug ist den Angaben zufolge vom Typ Global 5000 des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier. Die Luftwaffe verfügt über vier Maschinen dieses Typs. Die Cityjets werden auf Kurz- und Mittelstrecken für den parlamentarischen und politischen Flugbetrieb eingesetzt. Sie bieten Platz für bis zu 13 Passagiere. Die Besatzung besteht üblicherweise aus drei Mitgliedern.

Pannengeplagte Regierungsflieger

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker. Die schwerste Panne betraf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Ende November 2018, als sie mit dem Regierungsflieger "Konrad Adenauer" auf dem Weg zum G20-Gipfel in Argentinien war. Ende Februar saß Außenminister Heiko Maas in Mali fest, im Januar war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Äthiopien betroffen, kurz davor Entwicklungsminister Gerd Müller in Afrika.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gab im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag.

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Eine Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr ist nur knapp einem Unglück entgangen. Der Flieger berührte bei der Landung am Flughafen Berlin-Schönefeld mit beiden Tragflächen den Boden.