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Bei 20.000 Neuinfektionen täglich droht neuer Lockdown | BR24

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Nach Einschätzung des Chefs des Weltärztebunds Montgomery droht in Deutschland bei 20.000 Corona-Neuinfektionen täglich ein zweiter Lockdown. Andernfalls wäre es nicht mehr möglich, das Virus zu bremsen, warnte Montgomery in der "Rheinischen Post".

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Bei 20.000 Neuinfektionen täglich droht neuer Lockdown

Nach Einschätzung des Chefs des Weltärztebunds Montgomery, droht in Deutschland bei 20.000 Corona-Neuinfektionen täglich ein zweiter Lockdown. Andernfalls wäre es nicht mehr möglich, das Virus zu bremsen, warnte Montgomery in der "Rheinischen Post".

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Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery schwört die Menschen angesichts der Corona-Pandemie aufs Durchhalten ein:

"Wir müssen noch über Jahre mit dem Virus leben und damit umgehen: Abstand halten, Hände waschen, Masken tragen." Ulrich Montgomery, Welt-Ärztepräsident

Ab 20.000 Neuinfektionen "außer Kontrolle"

Ein neuerliches Herunterfahren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens könne erforderlich werden, wenn die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 20.000 steige - dann gerate die Lage außer Kontrolle, weil die Infektionsketten nicht mehr nachzuverfolgen seien.

Ärztechef für lokale Lockdowns

Laut Robert Koch-Institut liegt die Zahl der registrierten Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge bei mehr als 11.000. Die Zahl der Todesfälle stieg inzwischen auf insgesamt 9.954 an - 49 mehr als gestern. Schon jetzt müsse es daher lokale Lockdowns nach dem Vorbild von Berchtesgaden geben, erklärte Montgomery: "Bei lokalen Ausbrüchen müssen wir konsequent reagieren."

Auch 2021 "kein Sommerurlaub wie früher"

Der Ärztepräsident dämpfte zudem die Hoffnungen auf einen Impfstoff. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechne zwar Mitte 2021 damit. "Doch bis die gesamte Bevölkerung geimpft ist, wird es zwei, drei Jahre dauern", so Montgomery. Denn: "Für eine Impfung aller auf einen Schlag gibt es weder genug Dosen noch genug Personal." Mit Einschränkungen sei daher bis auf weiteres zu rechnen. "Auch 2021 werden wir keinen Sommerurlaub wie früher haben", sagte der Experte.

Bundesregierung bereitet Impfungen vor

Nach Informationen der Bildzeitung trifft die Bundesregierung offenbar bereits konkrete Vorbereitungen für mögliche Impfungen noch in diesem Jahr. Das Gesundheitsministerium hat die Landesregierungen aufgefordert, bis 10. November die Adressen von Impfzentren zu nennen. Insgesamt sollen bundesweit 60 solcher Zentren entstehen.

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Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in deutschen Risikoregionen einzudämmen.

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