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Bedingungsloses Grundeinkommen müsste "vernünftig gering" sein

Die Schweizer stimmen über ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden ab. Könnte so ein Modell funktionieren? Würde dann noch jemand arbeiten? Ja, meint der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Straubhaar in der radioWelt auf Bayern 2.

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"Der entscheidende Punkt ist, in welcher Höhe dieses Grundeinkommen gewährt wird", sagte Prof. Thomas Straubhaar.
"Wenn das Grundeinkommen sehr hoch ausfallen sollte, dann müsste man hohe Steuersätze haben, um es finanzieren zu können."

Hohes Grundeinkommen, geringe Leistungsbereitschaft

Das sei allerdings ein Problem, meint der Volkswirtschaftler Thomas Straubhaar. "Beide Faktoren - hohes Grundeinkommen und hohe Steuerbelastung - mindern in der Tat die Leistungsbereitschaft." Dann gebe es das Problem, dass viele Menschen nicht mehr so zur Leistung bereits seien wie heute, so Thomas Straubhaar im radioWelt-Interview.

"Wenn das Grundeinkommen vernünftig gering angesetzt wird - und im Prinzip das Existenzminimum abdeckt, dann genügen auch geringe Steuersätze, um es zu finanzieren. Beides zusammen lässt die Arbeitsanreize hoch bleiben, so dass ich absolut sicher bin, dass auch in Zukunft gearbeitet werden würde."

Volksabstimmung in der Schweiz

Am kommenden Sonntag stimmen die Schweizer über eine Volksinitiative mit dem Titel "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen" ab. Sollte eine Mehrheit diesem Vorhaben zustimmen , würde jeder Erwachsene 2.500 Franken monatlich bekommen.

Prof. Thomas Straubhaar rechnet nicht damit: "Ich denke, mehr als ein Viertel der Stimmen wäre ein großer Erfolg", sagte er in der radioWelt.