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Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
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Tilmann Kleinjung
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Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland

Eine Partei wie die AfD schüre Angst und hetze Menschen auf, statt konkrete Lösungen anzubieten, sagt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm im B5 Interview der Woche.

"Es ist ein unerträglicher Skandal, dass jeden Tag 21.000 Menschen sterben, weil sie nicht genug zu essen oder genügend Medizin haben, obwohl von allem auf der Erde genug da ist. Dass wir das nicht schaffen, werden uns zukünftige Generationen vorhalten." Heinrich Bedford-Strohm

Mehr Gerechtigkeit durch Steuer?

Die soziale Gerechtigkeit sieht der evangelische Landesbischof in Bayern auch dort in Frage gestellt, wo "riesige Vermögen" nicht sozialpflichtig gemacht werden. In diesem Zusammenhang wirbt Bedford-Strohm erneut für die Einführung einer "Finanz-Transaktionssteuer", also einer Steuer auf den Handel mit Finanzprodukten.

Es sei unverständlich, dass mit Finanztransaktionen "irre Summen" verdient würden, während gleichzeitig "gesellschaftliche Lasten nicht getragen werden können", weil das Geld fehle.

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Wie gerecht ist unsere Welt? Dieser Frage geht die ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" nach, von 11. bis 17. November 2018.