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Bedford-Strohm: Kriminalisierung der Seenotretter muss aufhören | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat nochmals betont, wie notwendig der Einsatz der Sea-Watch 4 zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer sei. Er wehrte sich außerdem gegen Kritik, die Kirche solle aufhören, sich in Migrationspolitik einzumischen.

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Bedford-Strohm: Kriminalisierung der Seenotretter muss aufhören

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat nochmals betont, wie notwendig der Einsatz der Sea-Watch 4 zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer sei. Er wehrte sich außerdem gegen Kritik, die Kirche solle aufhören, sich in Migrationspolitik einzumischen.

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Von
  • Ulrike Beck
  • Kerstin Grundmann

Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, betonte, wie notwendig der Einsatz der Sea-Watch 4 im Mittelmeer sei. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt entgegnete er der Kritik, dass sich die Kirche in die Migrationspolitik einmische:

"Ja, natürlich ist es staatliche Aufgabe. Die Staaten Europas dürften nicht zuschauen. Aber sie schauen zu. Sie tun nichts. Und deswegen ist es natürlich Aufgabe der Kirche, sich vom Leid der Menschen anrühren zu lassen. Man kann nicht beten und das Leid des Nächsten übersehen." Heinrich Bedford-Strohm

Kein "wochenlanges Geschacher" mehr

Außerdem forderte Bedford-Strohm, die Leistung der zivilen Seenotretter anzuerkennen: "Es ist ganz klar, dass die Kriminalisierung der zivilen Seenotretter aufhören muss, denn das sind die einzigen, die überhaupt noch Menschenleben dort retten. Und deswegen ist natürlich meine Erwartung an die Bundesregierung, dass sie sich auch dafür einsetzt, dass, wenn Menschen gerettet worden sind, es nicht wieder ein wochenlanges Geschacher gibt."