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Bayerns Gesundheitsminister: Impfung ist "kein Wunschkonzert" | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek lehnt eine Wahlfreiheit bei Impfstoffen ab. Alle verfügbaren Impfstoffe seien geprüft und damit auch sicher. Er hoffe aber darauf, dass es bald Corona-Schnelltests für zuhause gibt.

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Bayerns Gesundheitsminister: Impfung ist "kein Wunschkonzert"

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek lehnt eine Wahlfreiheit bei Impfstoffen ab. Alle verfügbaren Impfstoffe seien geprüft und damit auch sicher. Er hoffe aber darauf, dass es bald Corona-Schnelltests für zuhause gibt.

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Von
  • Christoph Peerenboom

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Kritik am Corona-Impfstoff von Astrazeneca zurückgewiesen und betonte in der Bayern 2-radioWelt die Güte aller Impfstoffe:

"Ich persönlich würde mich, wenn ich dran bin, sofort auch mit Astrazeneca impfen lassen."

Die drei verfügbaren Impfstoffe seien regulär zugelassen, geprüft und wissenschaftlich unterlegt, so der CSU-Politiker weiter. Außerdem herrsche derzeit ein Mangel an Impfstoff. Zudem schütze der Impfstoff von Astrazeneca vor schweren Krankheitsverläufen. Holetschek: "Astrazeneca ist ein guter und sicherer Impfstoff." Er habe in Bayern nur vereinzelt mitbekommen, dass Menschen den Impfstoff ablehnten, so der bayerische Gesundheitsminister.

Wahlmöglichkeit bei Impfstoffen ist nicht gegeben

Kritisch sieht Holetschek die Diskussion um eine Wahlmöglichkeit beim Corona-Impfstoff. Diese sei nicht zielführend:

"Wir haben jetzt einfach noch zu wenig Impfstoff, wir hoffen, dass es mehr wird. Aber jetzt geht es um die Einschätzung der Situation im Moment. Und da stehen die drei zur Verfügung, und da ist es eben kein Wunschkonzert."

Große Hoffnungen setzt Holetschek auf die angekündigten Corona-Schnelltests für zuhause: "Schnelltestes werden uns helfen. Wir hoffen, dass die Zulassung jetzt unmittelbar bevorsteht. Deswegen begrüße ich jedes Testangebot für die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich."

Geringere Wirksamkeit von Astrazeneca-Impfstoff

Der Impfstoff von Astrazeneca hat eine geringere Wirksamkeit als die beiden anderen in Deutschland zugelassenen Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass das Astrazeneca-Präparat bei einer zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schweren Verläufen von Covid-19 schützt. Im Zusammenhang mit der niedrigeren Wirksamkeit gibt es Berichte über eine geringere Bereitschaft zur Impfung mit dem Vakzin.

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