BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: dpa / Sven Hoppe

Mit den zunehmenden Corona-Zahlen in Deutschland steigt die Wahrscheinlichkeit schärferer Maßnahmen. Diese fallen bislang sehr verschieden aus. Die Virologin Ulrike Protzer hat nun in der ARD für mehr Differenzierung plädiert.

4
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Münchner Virologin Protzer gegen generelles Beherbergungsverbot

Mit den zunehmenden Corona-Zahlen in Deutschland steigt die Wahrscheinlichkeit schärferer Maßnahmen. Diese fallen bislang sehr verschieden aus. Die Virologin Ulrike Protzer hat nun im ARD-Morgenmagazin für mehr Differenzierung plädiert.

4
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Geht es nach der Münchner Virologin Prof. Ulrike Protzer sollten Geschäftsreisen trotz des sich ausbreitenden Coronavirus auf jeden Fall weiterhin möglich sein. "Warum sollte jemand aus Berlin nicht nach München fahren dürfen, wenn er geschäftlich zu tun hat", sagte Protzer im ARD-Morgenmagazin. Laut der Direktorin des Instituts für Virologie an der Technische Universität München muss "ein bisschen besser" differenziert werden, wann es sich um ein Verbot und wann es sich um eine Empfehlung handelt.

Protzer: Einheitliche Corona-Regeln wünschenswert, aber ...

Im Interview appellierte die Virologin auch an die Selbstverantwortung der Bürgerinnen und Bürger - insbesondere was deren Urlaubspläne betrifft: "In dem Moment, wo die Infektionszahlen sehr hoch sind, muss man sich natürlich gut überlegen, ob man in den Urlaub fahren muss." Alternativ könne man auch seinen Urlaub irgendwo regional verbringen, sagte die Virologin.

Protzer machte deutlich, dass sie nachvollziehen kann, dass sich die Bevölkerung in Deutschland einheitliche Corona-Regeln wünscht. Diese seien für die Menschen einfacher. Am Ende gehe es aber darum, regional und gezielt zu reagieren.

Virologin: Ansteckungsrisiko draußen ist relativ gering

Zudem erinnerte Ulrike Protzer daran, dass sich Menschen aufgrund der Jahreszeit vermehrt in Räumen aufhalten. Es werde kalt, Fenster könnte nicht ständig geöffnet sein.

Auch auf großen öffentlichen Plätzen gibt es in deutschen Städten inzwischen eine Maskenpflicht. Die Münchner Virologin glaubt, dass auf diese Weise den Bürgerinnen und Bürgern klar gemacht werden soll, dass das Coronavirus noch nicht verschwunden ist. Das Ansteckungsrisiko draußen sei aber relativ gering.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!