Die Feuerwehr bekämpft die Waldbrände in der Sächsischen Schweiz

Die Feuerwehr bekämpft den Waldbrand in der Sächsischen Schweiz

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    Bayern hilft beim Kampf gegen Waldbrand in Sachsen

    Bayern hilft beim Kampf gegen Waldbrand in Sachsen

    Gegen die Flammen in der Sächsischen Schweiz unterstützt auch Bayern: Ein Hubschrauber und ein Löschbehälter der bayerischen Feuerwehr sind laut Innenministerium im Einsatz. Die Lage bleibt angespannt, auch in Tschechien sind Glutnester ausgebrochen.

    Im Kampf gegen die Brände in Sachsen gibt es auch Unterstützung aus Bayern. Das teilte das Bayerische Innenministerium mit. Demnach wird bei der Brandbekämpfung in der Sächsischen Schweiz ein Löschwasser-Außenlastbehälter der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg eingesetzt. Der Behälter mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Litern könne von Hubschraubern mitgeführt werden und diene insbesondere der Brandbekämpfung an schwer zugänglichen Stellen sowie bei Flur- und Waldbränden.

    Außerdem sei seit Mittwoch auch ein Hubschrauber der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel und eine Flughelfergruppe mit 15 Einsatzkräften in Sachsen im Einsatz. Laut dem Innenministerium hat Bayern ein ausgereiftes und bundesweit anerkanntes Konzept zur Waldbrandbekämpfung entwickelt. "Von der Früherkennung aus der Luft bis hin zum eigentlichen Löscheinsatz können wir auf das zuverlässige Engagement der haupt- und ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte zählen. Ihnen gebührt unser aller Respekt und Anerkennung", so der Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

    Herrmann: Waldbrandgefahr auch in Bayern hoch

    Er macht außerdem darauf aufmerksam, dass aufgrund der extremen Trockenheit der vergangenen Wochen die Waldbrandgefahr auch im Freistaat Bayern stark angestiegen ist. Eine entscheidende Rolle kommt daher der Luftbeobachtung durch die Pilotinnen und Piloten der – in dieser Form in Deutschland einmaligen – Luftrettungsstaffel Bayern zu, so das Innenministerium. Es gebe in Bayern aktuell rund 300 ehrenamtliche Piloten, über 150 Flächenflugzeuge und fünf Hubschrauber sowie rund 250 aktive Luftbeobachtern.

    Gegen den vor mehr als einer Woche ausgebrochenen Waldbrand in der Sächsischen Schweiz waren auch am Freitag immer noch hunderte Feuerwehrkräfte im Einsatz. Rund 600 Feuerwehrleute seien im Einsatz, sagte am Morgen eine Sprecherin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

    Lage in Sächsischer Schweiz bleibt angespannt

    Die Lage bleibe angespannt und benötige weiterhin den vollen Umfang aller Einsatzkräfte, erklärte der Landkreis. Die Bodenkräfte sowie die Löschhubschrauber waren weiterhin damit beschäftigt, die durch die Hitze begünstigten Glutnester und vereinzelt auftretenden Feuer niederzuhalten. Am Donnerstag wurden laut Landkreis zusätzlich rund zwei Kilometer Schlauchleitungen gelegt, um auch in den höheren Regionen des Nationalparks den Brand bekämpfen zu können.

    Das Waldbrandgebiet blieb dabei auf die bereits betroffenen Bereiche begrenzt und betraf noch eine Fläche von rund 150 Hektar. Wohngebiete waren demnach weiterhin nicht bedroht, Evakuierungen schloss der Landkreis deshalb aus. Der Löscheinsatz war am Montag in die zweite Woche gegangen. Der Brand war am 24. Juli im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz ausgebrochen und griff dann auf deutsches Gebiet über.

    Neue Glutnester in Tschechien

    In der Böhmischen Schweiz sind nun an der Felsformation Prebischtor, aber auch am Sturmberg und oberhalb von Hřensko versteckte Glutnester ausgebrochen. Die Feuerwehr versucht, die Stellen mit Drohnen und Wärmebildkameras zu lokalisieren, um dann die Löschhubschrauber dorthin zu navigieren. Insgesamt sind in dem Gebiet von derzeit noch 440 Hektar immer noch über 1.000 Einsatzkräfte aus ganz Tschechien damit beschäftigt, die Brände weiter einzudämmen. Sie werden dabei von tschechischen, slowakischen und polnischen Hubschraubern unterstützt. Zudem sollen auch wieder zwei italienische Löschflugzeuge hinzu kommen, die wegen eines Waldbrandes in der Heimat abgezogen worden waren. Die Feuerwehrleute müssen sich wegen der extremen Hitze immer wieder abwechseln.

    mit afp-Material

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