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Basis auch von USA genutzt: Raketenangriff auf Militärstützpunkt | BR24

© dpa-Bildfunk

Archivbild: Luftwaffenbasis im irakischen Balad

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    Basis auch von USA genutzt: Raketenangriff auf Militärstützpunkt

    Im Irak sind erneut Raketen auf dem Militärstützpunkt Balad eingeschlagen, vier Iraker wurden verletzt. Der Stützpunkt nördlich von Bagdad wird auch von US-Soldaten genutzt. Wer die Raketen abgefeuert hat, ist unklar.

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    Auf einem von US-Soldaten genutzten Stützpunkt im Irak sind mehrere Raketen eingeschlagen. Der Luftwaffenstützpunkt Balad nördlich von Bagdad sei von acht Katjuscha-Raketen getroffen worden, teilte das irakische Militär mit. Dabei seien vier irakische Soldaten verletzt worden. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.

    Nach Angaben eines irakischen Militärvertreters sind in Balad aktuell nur noch 15 US-Soldaten und ein Flugzeug stationiert. Die meisten US-Soldaten hatten den Stützpunkt bereits wegen des sich zuspitzenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran verlassen.

    Lage im Irak sehr angespannt

    In den vergangenen Wochen waren im Irak mehrfach Raketen in der Nähe von Stützpunkten eingeschlagen, an denen US-Truppen stationiert sind. Davon war auch Balad betroffen. Der Verdacht richtet sich meistens gegen schiitische Milizen, die mit dem Nachbarland Iran verbündet sind. Sie wollen wie der Iran den Abzug der US-Truppen aus dem Land erreichen.

    Die Lage im Irak ist seit der Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch einen US-Luftangriff und einen Vergeltungsschlag des Irans gegen amerikanisch genutzte Militärstützpunkte sehr angespannt. Schiitische Milizen haben Vergeltung angekündigt für die Tötung Soleimanis und eines hohen irakischen Milizenführers, der bei dem US-Angriff ebenfalls ums Leben kam.