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Bahnfahrer müssen sich auf weniger Zugverbindungen einstellen | BR24

© BR/Felix Lincke

Bahnchef Lutz befindet sich in häuslicher Quarantäne, weil in seinem Umfeld eine Person positiv auf Corona getestet wurde. Die Bahnmitarbeiter sind alarmiert. Sie verlangen, dass noch deutlich weniger Züge fahren sollen - wegen der Ansteckungsgefahr.

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Bahnfahrer müssen sich auf weniger Zugverbindungen einstellen

Bahnchef Lutz befindet sich in häuslicher Quarantäne, weil in seinem Umfeld eine Person positiv auf Corona getestet wurde. Die Bahnmitarbeiter sind alarmiert. Sie verlangen, dass noch deutlich weniger Züge fahren sollen - wegen der Ansteckungsgefahr.

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Die Bahn ist wegen des Coronavirus bereits mit einem Viertel weniger Zügen unterwegs. Nach der Lokführergewerkschaft GDL hat auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG drastischere Maßnahmen gefordert. EVG-Chef Torsten Westphal wurde gestern zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Nicht ausreichend genutzte Verbindungen zurückfahren

Nach der Aufsichtsratsitzung sagte Westphal, Bahnverbindungen, die derzeit nicht ausreichend nachgefragt würden, sollten zurückgefahren werden. Von der Politik erwarte die EVG die finanzielle Unterstützung, die notwendig sei, um die Beschäftigten vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie bestmöglich zu schützen. Das sei bisher nicht gewährleistet.

Weselsky: Angebot auf die Hälfte kürzen

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Klaus Weselsky schlug vor, die Bahn sollte jetzt Personalreserven bilden, damit sie ein Grundangebot aufrecht erhalten kann, wenn mehr Lokführer und Zugbegleiter krank werden. Die Bahn habe zu lange an einem 100-Prozent-Angebot festgehalten, sie sei immer noch bei rund 90 Prozent, so Weselsky und wörtlich: "Wir müssen mindestens auf 50 Prozent runter."

Geschäftszahlen 2019: Gewinn dürfte leicht zurückgehen

Die Deutsche Bahn AG legt heute außerdem die Geschäftszahlen für 2019 vor. Der Gewinn dürfte leicht zurückgegangen sein im Vergleich zum Vorjahr und bei etwa 1,8 Milliarden Euro liegen. Die übliche Bilanzpressekonferenz wurde wegen des Coronavirus abgesagt.

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