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Archiv: Grundschulklasse im Präsenzunterricht

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    Baden-Württemberg drängt auf Öffnung von Kitas und Grundschulen

    Die baden-württembergische Kultusministerin Eisenmann plädiert für eine Wiederöffnung von Grundschulen und Kitas nach den Weihnachtsferien. Homeschooling könne Präsenzunterricht nicht ersetzen. Bayern rechnet erst einmal mit Wechselunterricht.

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    • BR24 Redaktion

    Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) drängt auf so viel Präsenzunterricht wie möglich nach den Weihnachtsferien.

    Seit Mitte Dezember sind viele Schüler schon vorzeitig in den Ferien, da Bildungseinrichtungen geschlossen wurden. Kurz vor Weihnachten informierte Eisenmann die Schulen bereits über das weitere Vorgehen. "Ich gehe davon aus und werbe sehr dafür, dass wir Kitas und Grundschulen in jedem Fall wieder in Präsenz öffnen und auch Klasse 5, 6 und 7 sowie die Abschlussklassen im Blick haben - unabhängig von den Inzidenzzahlen", sagte Eisenmann der Deutschen Presse-Agentur. Gerade mit kleineren Kindern in der Grundschule sei digitaler Unterricht im Grunde nicht möglich.

    "Unser grundsätzliches Ziel ist, so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten. Der Lernerfolg ist im Präsenzunterricht am größten. Zudem dürfen wir soziale und psychologische Aspekte nicht vergessen", sagte die Kultusministerin dem SWR.

    Kultusminister beraten über Schulöffnungen am 4. Januar

    Wie die Schulen nach dem 10. Januar ins neue Jahr starten, ist bisher weitgehend offen. Die Kultusminister der Länder wollen darüber am 4. Januar beraten. Einen Tag später werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer nächsten Gesprächsrunde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise voraussichtlich Beschlüsse dazu fassen. Die konkrete Umsetzung liegt dann aber wie immer in den einzelnen Bundesländern, die für ihre Schulen selbst zuständig sind.

    Piazolo rechnet mit einer Phase Wechselunterricht

    Bayerns Kultusminister Michael Piazolo äußert Verständnis dafür, dass viele Eltern, Schüler und Lehrkräfte sich Präsenzunterricht wünschen. Zuvor müsse sich aber zeigen, wie schnell der Lockdown Wirkung zeigt. Die Infektionszahlen müssten sinken. Piazolo rechnet damit, dass zunächst noch teilweise Wechselunterricht nötig sein wird.

    Vereinzelt gab es bereits Aussagen dazu, wie es im neuen Jahr weitergehen könnte. So plant etwa Niedersachsen ab 11. Januar bis zum Halbjahresende am 31. Januar für die Klassen 5 bis 12 mit Wechselunterricht, für die Abiturklassen und Grundschulen mit Präsenzunterricht, allerdings für alle Schüler mit Maske im Unterricht.

    Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) bereitete die Schulen in einem Brief kurz vor Weihnachten auf drei verschiedene Szenarien im neuen Jahr vor. In dem Stufenmodell würde es im günstigsten Fall landesweiten Präsenzunterricht geben. Gebauer verwies aber zunächst auf die Beratungen der Länder mit Merkel am 5. Januar.

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