BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Babypause für die Ministerin | BR24

© dpa / pa

Schwangere Schwesig

Per Mail sharen
Teilen

    Babypause für die Ministerin

    Im Haus von Familie Schwesig in Schwerin ist bald wieder Babygeschrei zu hören. Die Ministerin ist hochschwanger und absolviert an diesem Wochenende ihren letzten Termin, bevor sie sich eine kleine Auszeit nimmt. Von Katja Strippel

    Per Mail sharen
    Teilen

    Manuela Schwesig sagt, der Mutterschutz sei dafür da, dass Mutter und Kind sich schonen. Aber bei einer Ministerin darf der Mutterschutz nicht Mutterschutz heißen. Denn für Mitglieder Bundesregierung gelten die Regelungen nicht, weil sie in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis stehen. Doch in der Geschäftsordnung der Bundesregierung gibt es einen Passus, der regelt, wer einen Minister vertritt, wenn er verhindert ist. Auch eine Schwangerschaft in den letzten Zügen ist ja eine Art Verhinderung.

    Am "Tag der Arbeit" wieder im Amt

    Schwesig freut sich auf ihre Auszeit, die 14 bis 16-Stunden-Tage in Berlin sind ihr zuletzt schwer gefallen. Insgesamt drei Monate will sie zu Hause bleiben. Ihr erster Arbeitstag nach der Babypause ist der "Tag der Arbeit", wie sich das für eine Sozialdemokratin gehört.

    Schwesig setzt auf ihren Mann

    Danach wird es auch für die Bundesfamilienministerin ein Spagat, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Schwesigs Vorgängerin Kristina Schröder ist an diesem Spagat gescheitert. Sie hatte ihr Amt aufgegeben, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben.

    Manuela Schwesig setzt auf ihren Mann. Er hat Elternzeit genommen und sie ist fest überzeugt, dass er das hinkriegt mit der kleinen Tochter und dem neunjährigen Sohn. Ihr Mann sei ja nicht Mutter zweiter Klasse, sondern der Vater und sie lebten schon lange sehr partnerschaftlich. So wie sich das für eine Bundesfamilienministerin gehört, die ständig die Werbetrommel rührt für mehr Partnerschaftlichkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.