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Azteken-Ruine mit Schädeln von Menschenopfern entdeckt | BR24

© Hector Montano/ Nationales Anthropologie-Museum Mexiko/dpa

Azteken-Ruine mit Schädeln von Menschenopfern in Mexiko entdeckt

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    Azteken-Ruine mit Schädeln von Menschenopfern entdeckt

    Archäologen haben eine große Mauer mit eingeschlagenen Menschenschädeln aus der Aztekenzeit mitten in Mexiko-Stadt entdeckt. Die Überreste aus Menschenopfern kamen bei Ausgrabungen nahe dem größten Azteken-Tempel im Zentrum der Hauptstadt zutage.

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    Nach Einschätzung der beteiligten Wissenschaftler könnte es sich um die wichtigste Wand dieser Art am Templo Mayor handeln. Sichtbar seien 35 Schädel überwiegend junger Männer, erklärten die Archäologen des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte im Anthropologie-Museum Mexikos. 

    Die sogenannte "Tzompantli" - in der indigenen Sprache Nahuatl so etwas wie "Wand oder Gestell der Schädel" - ist demnach etwa 34 Meter lang und 45 Zentimeter hoch. Sie lag in etwa zwei Meter Tiefe. Wegen des Standorts nehmen die Archäologen nach eigener Aussage an, dass sie die Haupt-"Tzompantli" der ehemaligen Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan gewesen ist. Mexiko-Stadt liegt genau über den Ruinen des früheren Tenochtitlan. 

    Grausamer Opferkult

    Menschenopfer waren bei vielen Völkern in Mittelamerika vor der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert üblich. Gefangene Krieger aus benachbarten Dörfern wurden den Göttern geopfert und ihre Schädel oft zur Einschüchterung möglicher Eindringlinge zur Schau gestellt. Vor allem die Azteken im heutigen Zentralmexiko pflegten einen grausamen Opferkult.

    Von
    • Thomas Frank
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