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Auto rast durch Fußgängerzone in Trier: Tote und Verletzte | BR24

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In Trier ist am Nachmittag ein SUV durch die Fußgängerzone gerast. Mehrere Menschen wurden angefahren. Dabei gab es mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte.

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Auto rast durch Fußgängerzone in Trier: Tote und Verletzte

Ein Auto hat im Zentrum von Trier Fußgänger angefahren. Mindestens zwei Menschen starben, unter ihnen ein kleines Kind. Es gibt mehrere Verletzte. Der Fahrer, ein 51-jähriger Deutscher, wurde festgenommen. Einiges deutet auf eine Amoktat hin.

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Von
  • BR24 Redaktion

In einer Fußgängerzone in Trier hat ein Auto mehrere Menschen erfasst und mindestens zwei von ihnen tödlich verletzt - unter ihnen ist auch ein Kind. Die genaue Zahl der Opfer ist laut Polizei noch unklar, die Rede ist derzeit von "mehreren Toten". Mehrere Menschen seien zudem verletzt worden, einige von ihnen schwer und schwerst.

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde der SUV-Fahrer vier Minuten nach dem ersten Hinweis von der Polizei gestoppt und festgenommen. Dabei soll er sich gewehrt haben. Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen 51-Jährigen Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg. Wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr, liegen den Behörden keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund vor. Der Mann ist demnach auch nicht als sogenannter Gefährder eingestuft. Er selbst hat sich bisher nicht zu der Tat geäußert.

Oberbürgermeister spricht von Amokfall

Augenzeugen berichteten, der Autofahrer sei durch die Fußgängerzone gerast und habe mit Absicht Menschen angefahren. Die Polizei bestätigte inzwischen, dass der Mann offenbar wahllos Menschen angefahren habe. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sprach im SWR von einem "Amokfahrer in der Innenstadt" - und von einem "Bild des Grauens", das sich ihm in der Fußgängerzone geboten habe. Sämtliche Rettungskräfte aus der gesamten Region seien unterwegs.

"Alle sind damit beschäftigt, Verletzte und Schwerstverletzte im Moment in die Krankenhäuser zu bringen." Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe

Er selbst habe einen Kinderschuh auf der Straße liegen sehen, sagte Leibe unter Tränen. Das Mädchen, dem der Schuh gehörte, sei tot. Auch die Polizei und später die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD) bestätigten, dass mindestens ein Kind unter den Toten ist. Dreyer sprach von einem getöteten Baby. OB Leibe bezifferte die Zahl der Verletzten auf bis zu 15. Nähere Informationen gibt es hierzu noch nicht.

Auf Twitter forderte die Polizei die Menschen auf, keine Spekulationen zu verbreiten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlichte zunächst eine amtliche Gefahrenmitteilung. Inzwischen besteht laut Polizei keine Gefahr mehr; dennoch soll die Innenstadt vorerst gesperrt bleiben, damit die Ermittler Spuren sichern können. Dies könne noch mehrere Stunden dauern.

Bundesregierung zeigt sich betroffen

Die Bundesregierung reagierte betroffen auf den tödlichen Vorfall mit einem Auto in der Trierer Fußgängerzone. Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb auf Twitter: "Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd." Die Gedanken seien bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen.

Um 19 Uhr wollen Stadt, Polizei und Berufsfeuerwehr auf einer Pressekonferenz über die Geschehnisse informieren. Außerdem hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann zum gemeinsamen Gebet in den Dom der Stadt eingeladen. Überdies sollen die Totenglocken in allen Trierer Kirchen läuten.

© SWR

Auto erfasst Menschen in Trierer Fußgängerzone - Polizei, Feuerwehr und Sanitäter sind vor Ort

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