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Australien: Tausende fliehen vor den Feuern | BR24

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Mehr als 80 Buschfeuer lodern bereits in Australien - neue könnten hinzukommen. Im Bundesstaat Victoria werden bis zu 40 Grad Celsius, Gewitter und starke Winde erwartet. Zehntausende Menschen sollen sich in Sicherheit bringen.

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Australien: Tausende fliehen vor den Feuern

Mehr als 80 Buschfeuer lodern bereits in Australien - neue könnten hinzukommen. Im Bundesstaat Victoria werden bis zu 40 Grad Celsius, Gewitter und starke Winde erwartet. Zehntausende Menschen sollen sich in Sicherheit bringen.

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In Australien sind etwa 30.000 Touristen und Einwohner aufgerufen, große Teile des Bundesstaates Victoria zu verlassen. Aufgrund extremer Wetterbedingungen sei eine sofortige Evakuierung notwendig, so die Behörden.

Starke Winde, hohe Temperaturen

Für heute seien Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius, starke Winde aus wechselnden Richtungen und Gewitter zu erwarten, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Dadurch erhöhe sich die Brandgefahr in sieben der neun Bezirke des Bundesstaates extrem und bedrohe den Princes Highway, eine Hauptverkehrsader in der Region. "Heute wird eine Herausforderung für die Rettungsdienste und die Gemeinschaft sein", sagte der Leiter der Behörde, Andrew Crisp.

Bewohner und Urlauber östlich der Stadt Bairnsdale waren daher aufgefordert, spätestens bis zum Morgen das Gebiet zu räumen, das etwa halb so groß ist wie Belgien. Bairnsdale liegt rund 280 Kilometer östlich der Metropole Melbourne.

Musikfestival fällt aus - Feuerwerk findet statt

Ein jährliches Musik-Festival, das in der betroffenen Gegend rund um den Ort Lorne an der Great Ocean Road über den Jahreswechsel stattfinden sollte, wurde abgesagt. Rund 9.000 Besucher hielten sich bereits auf dem Gelände auf und mussten abreisen. Auch im Bundesstaat New South Wales werde für Silvester mit extrem hohen Temperaturen und einer steigenden Brandgefahr gerechnet.

Wie australische Medien berichten, will Australiens Millionen-Metropole Sydney ungeachtet der seit Wochen wütenden Buschbrände den Jahreswechsel auch in diesem Jahr mit dem traditionellen Riesen-Feuerwerk feiern. Die Stadtverwaltung der Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales habe sich über eine Petition mit 260.000 Unterschriften hinweggesetzt, die sich gegen das Spektakel ausspreche und die die Finanzmittel für das Feuerwerk stattdessen zur Bekämpfung der Brände einsetzen wolle.

Mehr Geld für Feuerwehrleute

Unter dem politischen Druck erklärte die Regierung, sie werde die freiwilligen Feuerwehrleute für Einkommensverluste entschädigen, da die diesjährige Buschfeuersaison arbeitsintensiver sei. Premierminister Scott Morrison sagte, dass Zahlungen von bis zu 6.000 AUD (4.186 Euro) für Berechtigte zur Verfügung stehen würden, die mehr als zehn Tage im Einsatz verbracht hätten.

Die Buschfeuer wüten seit September in fünf Bundesstaaten Australiens. Bislang wurden mehr als vier Millionen Hektar Land zerstört. Acht Menschen kamen im Zusammenhang mit den Bränden ums Leben.