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Australien: Brände haben dramatische Folgen für Tiere | BR24

© dpa-Bildfunk / RSPCA SA

Kängurus stehen im verbrannten Buschland auf Kangaroo Island. Die Buschfeuer in Australien haben dramatische Folgen für die Tierwelt.

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    Australien: Brände haben dramatische Folgen für Tiere

    Die katastrophalen Buschfeuer in Australien haben dramatische Folgen für die Tierwelt. Eine Studie der Universität von Queensland hat die Konsequenzen nun genauer analysiert. Dutzende Tierarten sind bedroht, mehr als eine Milliarde Tiere starben.

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    Die Waldbrände, die Australien in 2019 und 2020 heimsuchten, haben verheerende Auswirkungen auf die Tierwelt. Der Lebensraum von 70 einheimischen Arten sei betroffen, ergab eine in der Fachzeitschrift "Nature Ecology and Evolution" veröffentlichte Studie der Universität von Queensland. 21 dieser Arten seien bereits vor den Bränden als vom Aussterben bedroht eingestuft worden. Zu den extrem bedrohten Tierarten gehörten die Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmaus und das Langfuß-Kaninchenkänguru. Beide sind ausschließlich in Australien angesiedelt.

    Brände haben Situation verschlimmert

    "Die Zahl vieler von den Feuern betroffenen Arten war wegen Dürren, Krankheiten, Zerstörung von Lebensräumen und invasiven Arten bereits rückläufig", sagt Michelle Ward, Co-Autorin der Studie. Die Untersuchungen zeigten, dass die Großbrände die Situation möglicherweise erheblich verschlechtert hätten, indem sie die Populationszahlen und die Nahrungsquellen verringert, sowie den Lebensraum für viele Jahre unbewohnbar gemacht hätten.

    Die Forscher forderten die Regierung nun auf, zu begutachten, ob 49 bisher als nicht gefährdet geltende Arten in die Liste bedrohter Tierarten aufgenommen werden müssen. Dazu gehören der Blattschwanzgecko und der Hundskusu, ein australisches Beuteltier. Es seien außerdem dringend Strategien nötig, um nicht verbranntes Land zu schützen.

    Verheerende Buschfeuer in 2019 und 2020

    Seit Sommer 2019 hatten Waldbrände Australien in Atem gehalten. Die Brände galten als die Schlimmsten in der Geschichte des Landes und hielten bis ins Frühjahr 2020 an. Vielerorts wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, besonders betroffen waren die Bundesstaaten New South Wales und Victoria.

    Laut staatlichen Angaben kamen insgesamt 33 Menschen bei den Bränden ums Leben, neun davon im Zuge ihrer Tätigkeit bei der Feuerwehr. Stand Ende Februar verbrannten über 17 Millionen Hektar Land. Schätzungen von Experten zufolge könnten mehr als eine Milliarde Tiere gestorben sein, 800 Millionen davon allein in New South Wales. Es wird jedoch befürchtet, dass die genaue Sterberate weitaus höher liegt.

    Klimawandel erhöht Risiko

    Durch das trockene und heiße Klima in Australien kommen Buschfeuer dort in manchen Regionen natürlicherweise regelmäßig vor, doch die Brände dieses und letztes Jahr waren besonders dramatisch und großflächig und traten auch in sonst weniger betroffenen Gebieten auf. Auch der Klimawandel trägt dazu bei, da er die Wahrscheinlichkeit und Stärke der Brände beeinflusst.

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