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Ausnahmezustand in Ecuador: "Gebiete unter Kontrolle" | BR24

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In Ecuador gehen die Menschen wegen der geplanten Erhöhung der Spritpreise auf die Straße - die Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt.

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Ausnahmezustand in Ecuador: "Gebiete unter Kontrolle"

Nach der Abschaffung der Diesel- und Benzinsubventionen war es in Ecuador zu gewaltsamen Protesten gekommen. Präsident Moreno verhängte den Ausnahmezustand und erklärte nun, die Lage sei größtenteils wieder "unter Kontrolle".

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Ecuadors Präsident Lenin Moreno rechnet nach der Verhängung des Ausnahmezustandes mit dem baldigen Ende der größten Unruhen im Land seit vielen Jahren. "Die Gebiete, in denen es zu Gewalt kam, sind fast vollständig unter Kontrolle", sagte Moreno in der Küstenstadt Guayaquil. Er lobte Streitkräfte und Polizei für die Wiederherstellung der Ordnung.

Die Abschaffung von Subventionen für Benzin und Diesel hatten die Proteste ausgelöst. Moreno erklärte am Donnerstag den Ausnahmezustand, nachdem Demonstranten mit Steinen geworfen hatten und brennende Barrikaden errichteten. "Nieder mit dem Paket", riefen die Demonstranten.

Benzin- und Dieselpreise steigen rasant

Taxi-, Bus- und Lkw-Fahrer hatten zudem in mehreren Städten Straßen blockiert. Durch den Wegfall der seit mehr als 40 Jahre gültigen Subventionen stieg der Preis für eine Gallone Diesel von 1,03 auf 2,30 Dollar, für Benzin von 1,85 auf 2,39 Dollar.

Morenos Regierung hatte im Februar einen Kredit über 4,2 Milliarden Dollar vom Internationalen Währungsfonds erhalten. Sie musste im Gegenzug aber Reformen anstoßen.