BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Aus für "Face-Shields": Österreich will nur noch Masken erlauben | BR24

© picture alliance / empics

In Österreich sollen bald statt Gesichtsvisieren nur noch Masken als Schutz vor dem Coronavirus zugelassen sein.

Per Mail sharen

    Aus für "Face-Shields": Österreich will nur noch Masken erlauben

    Die in Restaurants und Geschäften beim Personal oft benutzten halb-offenen Gesichtsvisiere sollen nach und nach verschwinden. Sie bieten zu wenig Schutz, so der österreichische Gesundheitsminister.

    Per Mail sharen

    Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen) greift sich ins Gesicht, rechts und links an die Backen und zeigt: Da muss die Corona-Maske dicht sein. Internationale Studien hätten gezeigt, dass der Schutz vor Aerosolen, die das Corona-Virus transportieren, bei den seitlich, aber auch unten und oben offenen Gesichts-Visieren "drastisch reduziert ist", so Anschober.

    © Screenshot: ZIB2 / ORF

    Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen) erklärt die Gefahrenstellen von Aerosolen bei Faceshields

    Übergangsphase für Verschärfung der Masken-Auflage

    Deshalb sollen sie verschwinden - überall dort, wo in Österreich eine Maskenpflicht herrscht, bei allem Verständnis für die, die beruflich über viele Stunden hinweg Maske tragen müssen, so Anschober. Kellner in Restaurants, Verkäufer in Geschäften, viele, die im Beruf acht, neun Stunden durchgehend Maske tragen müssen, nutzen diese offenen Visiere – denn sie machen das Atmen leichter als eng anliegende Mund-Nasen-Schutzmasken.

    Dafür zeigt der Minister Verständnis. Es soll deshalb eine Übergangsphase geben, in der die Schilde noch als Ersatz für eine Maske gelten. Zudem soll es Ausnahmen für Menschen, wie beispielsweise Asthmatiker geben, die aus gesundheitlichen Gründen keine andere Maske tragen können.

    Was darüber hinaus in Österreich gelten wird

    Grundsätzlich müssen die Anti-Corona-Masken künftig "abdeckend" und "eng anliegend" sein, überall dort, wo Maskenpflicht herrscht, zitiert die Zeitung "Kurier" aus der Verordnung, an der noch eilig geschrieben wird. Die Verordnung soll ab morgen gelten.

    Das weitgehende "Aus" für die "Face-Shields" ist nur ein Detail neben vielen anderen verschärften Regeln. Der Mindestabstand, ein Meter in der Öffentlichkeit - der "Babyelefant" wie sie in Österreich dafür werben - wird festgeschrieben. Zudem gilt dann die Vorschrift, dass man sich drinnen höchstens zu sechst treffen darf, draußen dürfen es nicht mehr als zwölf Personen sein.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!