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Augsburger Student will Libanon-Film für Spenden nutzen | BR24

© pa/dpa/Houssam Shbaro

Zerstörtes Gebiet nach der Explosion in Beirut im Libanon

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Augsburger Student will Libanon-Film für Spenden nutzen

2017 hat der Augsburger Student Nico Brixle ein halbes Jahr in Beirut verbracht und später seinen Film "Crossing Lebanon" dort gedreht. Nach der Explosion ist er schockiert und will seinen Film nun nutzen, um Spenden für den Libanon zu sammeln.

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Mindestens 100 Menschen starben bei der verheerenden Explosion in Beirut, bis zu 300.000 Bürger sind durch die Schäden obdachlos. Die Bilder aus der libanesischen Stadt sind für den Augsburger Studenten und Outdoor-Filmemacher Nico Brixle besonders schockierend, denn vor drei Jahren hat er gerade mal 300 Meter Luftlinie vom Zentrum der Explosion entfernt gewohnt.

Eingestürzte Wände und gebrochenes Glas

Seine erste Reaktion auf die Bilder war deshalb, seine Freunde und Bekannten, mit denen er in einer WG gelebt hatte, abzutelefonieren. "Sie sind alle unverletzt, zum Glück!", so Brixle. Allerdings sei die Wohnung schwer beschädigt, eine Wand sei eingebrochen, die Fenster und alle Gläser zerbarsten.

Beiruter Cafés und Bars nach der Explosion zerstört

Die Explosion hat gerade auch die Straßenzüge getroffen, in denen Nico Brixle bei seinem Auslandssemester in Beirut seine Liebe zum Libanon entdeckte. Voller Cafés und Bars waren die Straßen in der Nähe des Hafens vor der Explosion. "Die Menschen sind unglaublich offen und gastfreundlich. In vielen Vierteln Beiruts hat man das Gefühl, in Süditalien zu sein", erinnert sich Brixle.

Outdoor-Film soll Zuschauer zum Spenden anregen

Auch die Berge im Libanon haben es dem ausgebildeten Skilehrer angetan. Eine zehntägige Skitour filmte er und verarbeitete sie zu seinem Film "Crossing Lebanon". Ab Freitag wird der Film im Rahmen des Bavarian Outdoor Film Festivals an verschiedenen Orten in Bayern gezeigt.

Mit dem Film möchte der Wirtschaftsingenieursstudent für ein anderes Bild des Landes in Deutschland werben: "Dafür, dass der Libanon eingeklemmt zwischen Kriegs- und Krisengebieten liegt, ist er sehr stabil", so Brixles Wahrnehmung. Erst im vergangenen Jahr sei das Land in eine Abwärtsspirale gerutscht. Die Vorstellung seines Films will er nun auch nutzen, um Spenden für Beirut zu sammeln.

© BR/Josef Böck

Der Augsburger Student Nico Brixle hat 2017 ein halbes Jahr im Libanon verbracht und dabei einen Outdoor-Film gedreht. Dessen Vorführung will er nun nutzen, um Spenden zu sammeln.

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