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Augen auf beim Kleingedruckten! | BR24

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Viele lesen es nicht: Das Kleingedruckte

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    Augen auf beim Kleingedruckten!

    Hand auf Herz: Wer liest schon das Kleingedruckte in den AGB, wenn er sich zum Beispiel in ein offenes WLAN-Netz einwählt? Kaum jemand. Und genau deswegen müssten tausende Briten eigentlich gerade Festival-Toiletten putzen. Von Christian Schiffer

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    Festival-Toiletten putzen, Schneckenhäuser bemalen, öffentliche Parks von Hundekot befreien: Für diese Dienste an der Allgemeinheit haben sich kürzlich zehntausende Briten gemeldet und das nur, weil sie ins Internet wollten. Ein WLAN-Anbieter hatte diese obskuren Verpflichtungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt und trotzdem stimmte so ziemlich jeder Nutzer blind zu.

    Tausche Erstgeborenes gegen ein bisschen Internet

    Glück für die User: Das Unternehmen möchte die vereinbarten Leistungen nicht einfordern, sondern nur auf das Problem aufmerksam machen, dass kaum jemand im Internet das Kleingedruckte liest. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal ähnliche Aktionen: 2015 verlangte eine Firma für die kostenlose Nutzung eines Internetzugangs das Erstgeborene des Nutzers, "falls keine Kinder produziert werden, wird stattdessen Ihr Haustier genommen" hieß es in den AGB – immerhin sechs Personen stimmten zu.

    Bei Apps drohen Kostenfallen

    In Umfragen geben etwa zwei Drittel der Befragten zu, selten oder gar keine AGB im Internet zu lesen, Experten gehen davon aus, dass dieser Anteil in Wirklichkeit noch sehr viel höher ist. Das verwundert nicht: Das Kleingedruckte ist für Laien oft schwer verständlich und es kostet Zeit, die oft langen Texte zu lesen. Doch gerade in Apps können sich auch Kostenfallen verstecken, man sollte sich also ein paar Minuten Zeit nehmen, sich mit dem Programm zu beschäftigen und zumindest prüfen, welche Zugriffsrechte die App verlangt.