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Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, kommt mit ihrem Ehemann Klaus Jensen zur Stimmabgabe.

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Auftakt im Südwesten: Superwahljahr gestartet

Das Superwahljahr 2021 hat begonnen. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden an diesem Sonntag neue Landtage gewählt. Viele haben sich offensichtlich für die Briefwahl entschieden.

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  • BR24 Redaktion

In Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden die Landesparlamente in diesem Jahr neu gewählt. Zudem findet am 26. September die Bundestagswahl statt. Den Auftakt des Superwahljahrs bilden heute Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Die CDU könnte historisch schlechte Wahlergebnisse einfahren. Auch die Affäre um Geschäfte mit Corona-Schutzmasken zweier Unions-Bundestagsabgeordneter setzte den CDU-Wahlkämpfern in der Endphase des Wahlkampfes zu. In Rheinland-Pfalz sind 3,1 Millionen Menschen wahlberechtigt, in Baden-Württemberg sind es rund 7,7 Millionen Männer und Frauen.

Der Südwesten hat gewählt. Welche Auswirkungen hat die Abstimmung auf Bayern und den Bund? Die Analyse mit Moderator Dominic Possoch, dem BR-Wahlexperten Andreas Bachmann und dem Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke. Um 22.15 live auf BR24.de und auf den BR24 Social Media Plattformen Facebook, Twitter und YouTube.

Dreyer vorsichtig optimistisch

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zeigte sich am Sonntagvormittag bei der Stimmabgabe in ihrer Heimatstadt Trier zuversichtlich. "Aber man wird es erst heute Abend genau wissen." Es gebe keine Wechselstimmung. Letzte Umfragen sahen die SPD vor den Christdemokraten mit deren Spitzenkandidat Christian Baldauf.

Dreyer ist seit 2013 Regierungschefin, die vergangenen fünf Jahre führte sie die einzige Ampel-Koalition in einem deutschen Flächenland an. Sie würde gerne mit Grünen und FDP weiter regieren. CDU-Landtagsfraktionschef Baldauf will dagegen mit seiner Partei die SPD nach 30 Jahren an der Macht ablösen. Weder die grüne Spitzenkandidatin Anne Spiegel noch die Spitzenkandidatin der Liberalen, Daniela Schmitt, sind mit einer Koalitionsaussage in den Wahlkampf gezogen.

Kretschmann erscheint mit Ehefrau

In Baden-Württemberg war der Andrang am Morgen in den Wahllokalen bei Kälte und Schmuddelwetter verhalten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ging zusammen mit seiner Ehefrau Gerlinde am Vormittag in Laiz im Kreis Sigmaringen wählen.

Umfragen zufolge können die Grünen in Baden-Württemberg erneut mit mehr als 30 Prozent rechnen. Die CDU mit ihrer Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann käme auf etwa 25 Prozent, nach 27 Prozent 2016. SPD, FDP und AfD können mit jeweils gut zehn Prozent rechnen, was für AfD und SPD Verluste im Vergleich zu 2016 bedeuten würde, die Liberalen würden dagegen leicht zulegen.

Verzögern sich Hochrechnungen wegen Pandemie?

Seit 8 Uhr sind die Wahllokale in beiden Ländern geöffnet, sie schließen um 18 Uhr. Wann erste Hochrechnungen vorliegen, ist angesichts eines hohen Anteils an Briefwählern wegen der Coronavirus-Pandemie unklar.

Es gelten besondere Hygiene- und Abstandsregeln. Viele Menschen haben schon die Möglichkeit zur Briefwahl genutzt.

Schwieriger Wahlkampf in Corona-Zeiten

Bereits der Wahlkampf gestaltete sich deutlich anders als normalerweise. Die Corona-Beschränkungen haben einen Wahlkampf mit Hausbesuchen, Infoständen und großen Veranstaltungen in Hallen und auf Plätzen unmöglich gemacht.

Ebenfalls an diesem Sonntag finden in Hessen Kommunalwahlen statt. Abgestimmt wird über die Zusammensetzung der neuen Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente sowie der Ortsbeiräte für die Dauer von fünf Jahren.

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Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat bis zum Mittag mehr als die Hälfte der 3,1 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten viele Menschen bereits per Briefwahl abgestimmt.

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